Foto: Person hält Smartphone am Küchentisch, daneben liegen Stoffbörse und Paket.
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Gen Z verlangt ihre Wallet

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36 Prozent der Gen-Z-Käufer in den USA haben im vergangenen Monat einen Kauf abgebrochen, weil die gewünschte Zahlart fehlte, berichtet Engadget.com. Bei Millennials seien es 31 Prozent, bei der Generation X nur 15. Allein das fehlende Paypal habe 17,7 Mio. Kunden vertrieben, darunter 11,1 Mio. wegen der fehlenden Ratenzahlung „Pay Later“. Fast die Hälfte der Gen Z gebe an, ohne ihre Wallet den Händler zu wechseln oder ganz zu verzichten.

Eine aktuelle Untersuchung von PYMNTS Intelligence zeigt, wie stark die Wahl der Zahlart den Kaufabschluss im US-Onlinehandel beeinflusst. Besonders deutlich ist der Effekt bei jüngeren Kundinnen und Kunden: 36 Prozent der Gen-Z-Käufer haben im vergangenen Monat einen Kauf abgebrochen, weil ihre bevorzugte digitale Wallet oder Zahlart nicht verfügbar war, berichtet Engadget.com. Bei Millennials lag der Anteil bei 31 Prozent, bei der Generation X bei 15 Prozent und bei Babyboomern sowie Senioren bei 8,3 Prozent.

Zahlarten werden zum Conversion-Faktor

Für den E-Commerce ist die Studie ein Hinweis darauf, dass der Checkout längst mehr ist als ein technischer Pflichtschritt. Wenn bevorzugte Payment-Optionen fehlen, verlassen viele Nutzer den Warenkorb unmittelbar vor dem Kauf. In den Altersgruppen Gen Z und Millennials summierte sich das laut Untersuchung auf 40 Millionen abgebrochene Käufe innerhalb eines Monats. Die Gen Z liegt dabei 1,7-mal über dem Durchschnitt aller Verbraucherinnen und Verbraucher.

Digitale Wallets wie Apple Pay oder Google Pay gewinnen parallel weiter an Bedeutung. 2025 wurden laut Global Payments 40 Prozent der Onlinekäufe und 17 Prozent der stationären Ausgaben über digitale Wallets abgewickelt. PYMNTS zufolge nutzten 87 Millionen US-Verbraucherinnen und -Verbraucher, also rund ein Drittel der US-Shopper, in den vorangegangenen 30 Tagen eine digitale Wallet online. Bei der Gen Z lag der Anteil mit 47 Prozent am höchsten, gefolgt von Millennials mit 44 Prozent.

Paypal und Ratenzahlung treiben Abbrüche

Besonders sichtbar wird die Zahlungspräferenz am Beispiel Paypal. Laut der Studie brachen 17,7 Millionen Kunden einen Kauf ab, weil Paypal nicht angeboten wurde. Von ihnen nannten 11,1 Millionen konkret das Fehlen von Paypal Pay Later als Grund. Damit übertraf Paypal Pay Later andere führende Buy-now-pay-later-Angebote: 20 Prozent der Verbraucher bevorzugten den Dienst, Klarna kam auf 12,4 Prozent.

Die Daten verweisen auch auf die finanzielle Lage vieler junger Konsumenten. Unter Verbrauchern, die von Gehalt zu Gehalt leben und Schwierigkeiten haben, Rechnungen zu bezahlen, brachen 29 Prozent einen Kauf ab, wenn die gewünschte Zahlart fehlte. Bei Menschen ohne diese finanzielle Belastung waren es 11 Prozent. Für die Gen Z ist dieser Zusammenhang besonders relevant: Die Arbeitslosenquote der Altersgruppe wird mit 8,3 Prozent angegeben, zugleich leben 42 Prozent von Gehalt zu Gehalt.

Junge Käufer wechseln schneller den Händler

Für Händler entsteht daraus ein unmittelbares Risiko für Umsatz und Kundenbindung. Insgesamt gaben 33 Prozent der Nutzer digitaler Wallets an, sie hätten einen Kauf verschoben, den Händler gewechselt oder ganz darauf verzichtet, wenn ihre Wallet nicht akzeptiert worden wäre. In der Gen Z liegt dieser Anteil laut Bericht bei nahezu der Hälfte. Die fehlende Zahlart wird damit zu einem konkreten Abbruchgrund am Ende der Customer Journey.

Die Entwicklung dürfte an Gewicht gewinnen, weil die Kaufkraft der Gen Z bis 2030 auf 12 Billionen US-Dollar steigen soll. Zugleich wird erwartet, dass in den USA bis 2030 Ausgaben von 4,1 Billionen US-Dollar über digitale Wallets laufen, ein Plus von 64 Prozent gegenüber 2025.

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