Im Ranking der beliebtesten deutschen Online-Shops liegt Amazon weit vorn: Drei von vier Befragten zwischen 18 und 64 Jahren haben binnen eines Jahres dort bestellt, zitiert Winfuture.de eine Umfrage von Statista. Dahinter liefere sich Ebay mit 32 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Temu, das auf 31 Prozent komme. Otto folge mit 21 Prozent, knapp vor Zalando, H&M und MediaMarkt. Bis 2029 solle die Zahl der Online-Käufer um 4,1 Mio. auf den Rekordwert von rund 51,8 Mio. klettern.
Der deutsche Onlinehandel bleibt stark von wenigen großen Plattformen geprägt. An der Spitze steht Amazon mit großem Abstand: Laut einer von Winfuture.de zitierten Statista-Umfrage haben 75 Prozent der Befragten zwischen 18 und 64 Jahren innerhalb von zwölf Monaten bei dem US-Konzern bestellt. Damit erreicht Amazon eine Reichweite, an die kein anderer Anbieter im Ranking annähernd herankommt.
Hinter dem Marktführer zeigt sich ein deutlich engeres Feld. Ebay kommt auf 32 Prozent und behauptet damit den zweiten Platz. Temu liegt mit 31 Prozent nur knapp dahinter. Der Abstand zwischen beiden Anbietern ist minimal und verdeutlicht, wie intensiv der Wettbewerb um die Position direkt hinter Amazon ausfällt. Otto folgt mit 21 Prozent auf Rang vier.
Temu rückt dicht an Ebay heran
Auch spezialisierte Händler erreichen relevante Teile der Kundschaft. Zalando kommt auf 20 Prozent, H&M auf 19 Prozent und MediaMarkt auf 18 Prozent. Die Shop Apotheke schließt die ausgewiesenen Top acht mit 17 Prozent ab. Das Ranking zeigt damit eine breite Nutzung unterschiedlicher Onlineshops, zugleich aber eine klare Konzentration an der Spitze.
Auffällig ist vor allem die Dynamik im Verfolgerfeld. Ebay verfügt weiterhin über eine starke Position, doch Temu liegt in der Statista-Erhebung praktisch gleichauf. Während Amazon den Abstand zur Konkurrenz hält, entscheidet sich der Wettbewerb dahinter offenbar in kleineren Prozentpunkten. Für etablierte Anbieter erhöht das den Druck, Reichweite, Sortiment und Nutzererlebnis konsequent zu schärfen.
Der Blick auf die Rangliste macht zudem deutlich, dass der Onlinehandel längst mehrere Konsumbereiche abdeckt. Neben Generalisten sind Mode, Elektronik und Gesundheitsprodukte stark vertreten. Verbraucherinnen und Verbraucher nutzen digitale Einkaufsangebote damit sowohl für alltägliche Bestellungen als auch für stärker kategoriebasierte Käufe.
Wachstum bis 2029 erwartet
Die Statista-Daten deuten auf weiteres Wachstum hin. Bis 2029 soll die Zahl der Online-Käufer in Deutschland um 4,1 Millionen Menschen steigen. Das entspräche einem Plus von 8,6 Prozent. Nach neun aufeinanderfolgenden Anstiegen würde der Markt damit einen neuen Höchststand erreichen.
Für 2029 wird eine Nutzerzahl von rund 51,77 Millionen Kunden erwartet. Damit bleibt der digitale Einkauf ein fester Bestandteil des deutschen Konsumalltags. Besonders relevant ist dabei die Altersstruktur: Personen über 50 Jahren stellen inzwischen mit 24 Prozent den größten Anteil der Nutzerschaft. Die 18- bis 24-Jährigen kommen auf zwölf Prozent.
Die Zahlen zeigen, dass Online-Shopping nicht allein von jüngeren Zielgruppen getragen wird. Ältere Konsumenten sind ein zentraler Bestandteil des Marktes und prägen dessen weitere Entwicklung. Zugleich bleibt das Smartphone das bevorzugte Gerät für digitale Einkäufe. Der mobile Zugang erleichtert Bestellungen im Alltag und stützt die hohe Nutzungsfrequenz.
Für Anbieter ergibt sich daraus ein klarer Rahmen: Sichtbarkeit auf großen Plattformen, mobile Bedienbarkeit und ein belastbares Angebot bleiben zentrale Faktoren im Wettbewerb. Die nächste messbare Marke ist der prognostizierte Höchststand von 51,77 Millionen Online-Kunden im Jahr 2029.
