Kleine US-Firmen, die KI einsetzen, blicken zuversichtlicher auf ihre Personal- und Umsatzentwicklung als der Rest, zitiert Techradar.com eine Studie der New York Fed. Fast die Hälfte setze bereits KI ein, aber nur jede zweite dieser Firmen habe sie fest in die Abläufe eingebaut. Der Saldo der Einstellungserwartungen erreiche bei KI-Nutzern 33 Prozentpunkte, bei Nicht-Nutzern 15. Die KI-Fraktion rechne zwar eher mit mehr Umsatz, wirklich gesteigert wurde er aber erst bei knapp einem Drittel.
Eine Studie der New York Federal Reserve Bank zeigt: Kleine und mittlere US-Unternehmen, die KI einsetzen, blicken deutlich optimistischer auf ihre Entwicklung als Firmen ohne entsprechende Nutzung. Wie Techradar.com berichtet, verwenden bereits 46 Prozent der SMBs KI-Anwendungen. Der Einsatz ist damit nahezu gleichmäßig zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern verteilt.
Mehr Zuversicht bei Beschäftigung und Erlösen
Besonders klar fällt der Unterschied bei den Erwartungen an das Personal aus. Unter den KI-Nutzern liegt der Saldo der Unternehmen, die im kommenden Jahr mit höherer Beschäftigung rechnen, bei 33 Prozentpunkten. Bei Nicht-Nutzern beträgt dieser Wert 15 Prozentpunkte. Damit ist die Zuversicht der KI-Anwender in Bezug auf Neueinstellungen mehr als doppelt so hoch.
Die Ergebnisse widersprechen zugleich der verbreiteten Sorge, KI führe unmittelbar zu sinkenden Personalkosten oder Arbeitsplatzabbau. Laut Studie gaben 77 Prozent der befragten Firmen an, dass sich ihre aktuellen Arbeitskosten durch KI bislang nicht verändert haben. Die Technologie scheint in vielen Fällen eher bestehende Beschäftigte zu unterstützen, als Personal direkt zu ersetzen.
Viele Firmen testen noch statt fest zu integrieren
Trotz der hohen Nutzungsquote ist KI in vielen Betrieben noch nicht vollständig im Alltag angekommen. Nur 51 Prozent der Unternehmen, die KI einsetzen, haben die Technologie teilweise oder vollständig in ihre Geschäftsprozesse integriert. Ein erheblicher Teil dürfte sich daher noch in einer Erprobungsphase befinden, in der konkrete Anwendungsfälle getestet und betriebliche Routinen erst entwickelt werden.
Auch bei der Umsatzperspektive sind KI-Anwender optimistischer. Die Studie deutet darauf hin, dass vor allem Unternehmen mit finanziellen Belastungen höhere Erwartungen an mögliche Erlöse knüpfen. Die Forscher verweisen darauf, dass KI einigen kleinen Firmen helfen könnte, operative oder technische Hürden zu überwinden, die bislang die Umsatzgenerierung begrenzen.
Erwartungen liegen vor messbaren Ergebnissen
Die Daten zeigen jedoch eine klare Lücke zwischen Prognose und bisheriger Wirkung. Zwar rechnen KI-Nutzer häufiger mit Wachstum, tatsächlich berichteten bisher nur 31 Prozent von höheren Verkäufen durch den Einsatz der Technologie. Damit bleibt offen, wie schnell sich positive Erwartungen in belastbare Geschäftsergebnisse übersetzen lassen.
Die Studie liefert damit ein differenziertes Bild: KI ist bei kleinen US-Unternehmen bereits weit verbreitet und stärkt offenbar die Erwartungen an Beschäftigung und Umsatz. Zugleich ist die praktische Verankerung noch begrenzt. Der nächste Prüfpunkt liegt darin, ob aus der breiteren Integration über die derzeit 51 Prozent hinaus auch mehr nachweisbare Umsatzsteigerungen entstehen als die bislang gemeldeten 31 Prozent.
