Momox hat seinen größten Logistikstandort in Leipzig automatisiert, berichtet Retail-News.de. Kernstück sei ein Taschensorter mit 29.000 Transporttaschen für bis zu 250.000 gebrauchte Bücher, Medien und Modeartikel am Tag. Bei rund 20 Mio. gelagerten Unikaten parke die Anlage jedes Einzelstück, bis eine Bestellung komplett sei, im Schnitt eine Stunde lang. Danach verteile ein Ausgangssorter mehr als 6.000 Bestellungen pro Stunde auf 20 Versandziele. Momox wolle so Wege verkürzen und schwere Handarbeit reduzieren.
Momox automatisiert seinen größten Standort in Leipzig
Der Re-Commerce-Anbieter momox hat an seinem größten Logistikstandort in Leipzig ein umfangreiches Automatisierungsprojekt abgeschlossen. Wie Retail-News.de berichtet, steht dabei eine neue Sortieranlage im Mittelpunkt, die täglich bis zu 250.000 gebrauchte Artikel verarbeiten kann. Dazu zählen Bücher, Medienprodukte und Secondhand-Mode. Die Modernisierung umfasst außerdem eine automatisierte Versandsteuerung, neue Verpackungsarbeitsplätze und zusätzliche Lagerkapazitäten.
Kernstück der neuen Technik ist ein Taschensorter mit 29.000 Transporttaschen. Er übernimmt die Zusammenstellung von Kundenbestellungen und ersetzt mehrere zuvor manuell ausgeführte Schritte. Die besondere Herausforderung liegt im Sortiment: Am Leipziger Standort lagern rund 20 Millionen individuelle Einzelstücke, die nach der Entnahme aus dem Lager einzeln in das System eingeschleust werden. Die Anlage verteilt die Artikel, speichert sie zwischen und führt sie erst zusammen, wenn alle Positionen einer Bestellung verfügbar sind. Dieser Prozess dauert im Schnitt etwa eine Stunde.
Höhere Kapazität im Re-Commerce
Nach dem Verpacken übernimmt ein neuer Warenausgangssorter die Verteilung der fertigen Pakete auf 20 Versandziele. Die Anlage erreicht dabei eine Leistung von mehr als 6.000 Bestellungen pro Stunde. Im Tagesdurchschnitt bearbeitet momox am Standort Leipzig zwischen 50.000 und 70.000 Kundenaufträge. Mit der Automatisierung will das Unternehmen interne Wege verkürzen, körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten reduzieren und die Verarbeitungskapazität für den europäischen Secondhand-Handel erhöhen.
Die Umstellung wurde schrittweise während des laufenden Betriebs umgesetzt. COO Tim Kellermann zufolge vereinfacht die neue Anlage vor allem die Zusammenführung und Sortierung der Einzelartikel. CEO Claudia Frese sieht in der Investition eine Grundlage für weiteres Wachstum. Eine skalierbare Infrastruktur soll helfen, das Geschäft mit gebrauchten Waren effizienter abzuwickeln und die Expansion im europäischen Markt vorzubereiten.
Leipzig bleibt zentrale Drehscheibe
Momox betreibt den Leipziger Standort seit 2011. Auf mehr als 100.000 Quadratmetern werden dort Bücher, Medien und Secondhand-Mode gelagert, sortiert und für den Versand vorbereitet. Mit über 1.200 Beschäftigten ist Leipzig das größte Logistikzentrum des Unternehmens. Die neue Sortier- und Fördertechnik soll die Bearbeitung großer Mengen unterschiedlicher Einzelartikel langfristig wirtschaftlicher machen; aktuell lagern dort rund 20 Millionen Unikate.
