Das US-Weihnachtsgeschäft steuert auf ein Umsatzplus von 4,3 bis 4,9 Prozent und über 1,7 Bio. Dollar zu, zitiert Retaildive.com eine Studie des Shoppingcenter-Verbands ICSC. 78 Prozent der Befragten wolle mindestens so viel ausgeben wie im Vorjahr. Doch knapp jeder Zweite bange um das Geschenkebudget, die Hälfte spüre den Druck von Schulden. Der Anteil derer, die KI-Assistenten einsetzen wollen, steige von 47 auf gut 60 Prozent. Vor dem Kauf wolle trotzdem 86 Prozent zusätzlich recherchieren.
US-Weihnachtsgeschäft wächst trotz angespannter Budgets
Das Weihnachtsgeschäft in den USA dürfte deutlich zulegen. Laut einer ICSC-Studie, über die Retail Dive berichtet, werden die Einzelhandelsumsätze in der Saison um 4,3 bis 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Damit könnte das Volumen auf mehr als 1,7 Bio. Dollar klettern. Die Prognose zeigt eine robuste Nachfrage, obwohl viele Haushalte unter finanzieller Belastung stehen.
78 Prozent der Befragten planen, mindestens so viel auszugeben wie im Vorjahr. Zugleich ist die Stimmung vorsichtig: 49 Prozent sorgen sich, ob sie Weihnachtsgeschenke finanzieren können. Die Hälfte der Konsumenten erwartet, dass persönliche oder Haushaltsverschuldung das Budget belastet. 83 Prozent geben zwar an, ihre laufenden Ausgaben stemmen zu können. Für zusätzliche Käufe bleibt der Spielraum dennoch begrenzt.
Preisbewusstsein prägt die Saison
Rabatte, Aktionen und exklusive Angebote werden für den Handel besonders wichtig. Fast 70 Prozent der Befragten sagen, solche Anreize könnten sie zu mehr Ladenbesuchen bewegen. Das Konsumverhalten bleibt damit ausgabenbereit, aber stärker auf Nutzen und Preis ausgerichtet. ICSC-Chef Tom McGee beschreibt die Kundschaft als belastbar, zugleich aber wählerischer und wertbewusster.
Die Studie zeigt auch, wie stark Haushalte ihre Ausgaben umschichten könnten. 49 Prozent rechnen damit, für nicht vollständig bezahlbare Käufe Geld zu leihen. 47 Prozent erwägen, Schuldentilgung, Sparraten oder Beiträge zur Altersvorsorge zu pausieren oder zu reduzieren. Für Händler werden wettbewerbsfähige Preise, bequeme Einkaufsoptionen und attraktive Einkaufserlebnisse damit zu zentralen Faktoren, um Frequenz und Wiederkäufe zu sichern.
KI gewinnt an Bedeutung, ersetzt aber keine Recherche
Digitale Einkaufsbegleiter werden in der Saison sichtbarer. Gut 60 Prozent der Befragten wollen KI-Tools oder Assistenten nutzen, nach 47 Prozent im Vorjahr. Der Zuwachs deutet darauf hin, dass Produktsuche, Preisvergleich und Inspiration stärker automatisiert werden. Gleichzeitig bleibt Vertrauen ein Thema: 86 Prozent recherchieren zusätzlich, bevor sie tatsächlich kaufen.
Weitere Studien bestätigen den Druck auf die Budgets. Laut Accenture erwartet zwar fast ein Drittel der US-Konsumenten ein höheres Weihnachtsbudget. Viele begründen das aber mit gestiegenen Preisen. Adobe rechnet zudem damit, dass Verbraucher Aktionszeiträume für Grundbedarf nutzen: Während der Cyber Week sollen Verkäufe von Kleidung-Basics gegenüber September 2026 um 210 Prozent steigen, gefolgt von Körperpflegeprodukten mit 150 Prozent, Babyartikeln mit 113 Prozent, Haustierprodukten mit 93 Prozent und Haushaltsreinigern mit 49 Prozent.
