Für die Reiseplanung nutzen viele Konsumenten KI, die Buchung vertrauen sie ihr aber kaum an, zeigt eine Studie von McKinsey und Skift. Zwar lassen sich 71 Prozent von KI-Tools erste Ideen und Routen liefern, doch nur eine kleine Minderheit wolle ihnen auch die Buchung überlassen. Mehr als die Hälfte bestehe darauf, alle Details selbst zu prüfen. Und die Bestätigung beende die Suche selten: 78 Prozent recherchierten danach weiter. 51 Prozent hätten schon einmal eine Unterkunft storniert, etwa weil in sozialen Netzwerken ein attraktiveres Angebot aufgetaucht sei.
KI inspiriert Reisen, doch die Kontrolle bleibt beim Menschen
Viele Konsumenten beziehen KI inzwischen in ihre Reiseplanung ein, doch beim Abschluss endet das Vertrauen häufig. Laut einer Studie von McKinsey und Skift lassen sich 71 Prozent der Befragten von KI-Tools erste Ideen und Routen liefern. Die Technologie dient damit vor allem als Inspirationsquelle: Sie hilft, mögliche Ziele zu entdecken, Abläufe zu strukturieren und Optionen schneller zu überblicken.
Die eigentliche Buchung geben Reisende jedoch nur selten aus der Hand. Eine kleine Minderheit wäre bereit, KI-Tools auch den verbindlichen Abschluss zu überlassen. Mehr als die Hälfte besteht darauf, alle Details selbst zu prüfen. Das zeigt eine deutliche Grenze der Automatisierung: Bei Preisen, Terminen, Unterkünften und Reisebedingungen wollen Konsumenten die letzte Kontrolle behalten.
Die Buchung beendet die Suche oft nicht
Auffällig ist zudem, dass die Bestätigung einer Reise für viele nicht das Ende des Entscheidungsprozesses markiert. 78 Prozent recherchieren nach der Buchung weiter. Die Reiseentscheidung bleibt damit beweglich, selbst wenn Unterkunft oder Route bereits festgelegt sind. Für Anbieter bedeutet das: Der Moment der Buchung ist zwar wichtig, aber nicht automatisch der stabile Abschluss der Kundenbeziehung.
Besonders deutlich wird diese Unsicherheit bei Unterkünften. 51 Prozent der Befragten haben schon einmal eine Unterkunft storniert. Als möglicher Auslöser wird genannt, dass in sozialen Netzwerken ein attraktiveres Angebot auftauchte. Damit beeinflussen spätere Impulse weiterhin die Wahl, auch wenn bereits eine Reservierung vorliegt. Sichtbarkeit, Vergleichbarkeit und Vertrauen bleiben daher über den gesamten Planungsprozess hinweg relevant.
Relevanz für Anbieter und Plattformen
Die Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild der KI-Nutzung im Reisemarkt. KI kann Orientierung schaffen und den Einstieg in die Planung erleichtern, doch bei verbindlichen Entscheidungen dominiert die persönliche Prüfung. Konsumenten nutzen digitale Unterstützung, wägen aber weiter ab und reagieren auf neue Informationen. Für Anbieter rückt damit die Frage in den Vordergrund, wie verlässliche Angaben, überzeugende Angebote und klare Kommunikation auch nach der Buchung wirken.
Die Studie verweist auf ein Reiseverhalten, das von Inspiration, Kontrolle und fortlaufendem Vergleich geprägt ist. Besonders relevant bleibt der Zeitraum nach der Bestätigung: Wenn 78 Prozent weiter recherchieren und 51 Prozent bereits eine Unterkunft storniert haben, bleibt die Entscheidung bis kurz vor der Reise offen.
