Der Internationale Währungsfonds traut Deutschland 2026 ein Wachstum von 1,3 Prozent zu, fast doppelt so viel wie im Juli (0,7 Prozent), berichtet Tagesschau.de. Damit liege er auf Linie der Bundesregierung, für 2027 erwarte er 1,1 Prozent. Auch für den Euroraum (1,1 Prozent) und die Weltwirtschaft (3,1 Prozent) schraube er die Erwartungen leicht nach oben. Die Industrieländer hätten die seit dem Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise gut weggesteckt, vielen helfe zudem der KI-Investitionsboom.
Der Internationale Währungsfonds bewertet die Wachstumsaussichten für Deutschland spürbar optimistischer als noch im Sommer. Für 2026 rechnet der IWF laut Tagesschau.de inzwischen mit einem Wachstum von 1,3 Prozent. Das ist fast doppelt so viel wie in der Juli-Schätzung, als noch 0,7 Prozent erwartet wurden. Die neue Prognose liegt damit auf einer Linie mit der Einschätzung der Bundesregierung.
Deutschland rückt in der IWF-Einschätzung nach oben
Die Korrektur ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil sie den Ausblick für die deutsche Wirtschaft deutlich aufhellt. Nach der angehobenen Erwartung für 2026 setzt der IWF für 2027 ein Plus von 1,1 Prozent an. Damit bleibt der Blick auf die kommenden Jahre verhalten positiv: Das Wachstum fällt nach der kräftigen Aufwärtsrevision für 2026 zwar etwas niedriger aus, bleibt aber im positiven Bereich.
Auch außerhalb Deutschlands hebt der IWF seine Erwartungen leicht an. Für den Euroraum geht der Fonds nun von 1,1 Prozent Wachstum aus, für die Weltwirtschaft von 3,1 Prozent. Die globale Anpassung fällt damit kleiner aus als die Korrektur für Deutschland, zeigt aber ebenfalls eine etwas robustere Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung.
Energiepreise und Investitionen stützen den Ausblick
Als ein Faktor gilt, dass die Industrieländer die seit dem Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise bislang gut verkraftet haben. Zusätzlich stützt vielen Volkswirtschaften der Investitionsboom rund um KI. Dieser Zusammenhang erklärt, warum der IWF die Lage insgesamt etwas günstiger einschätzt und seine Zahlen für Deutschland, den Euroraum und die Weltwirtschaft nach oben setzt.
Für die Konjunktur in Deutschland ist die neue IWF-Schätzung ein positives Signal, bleibt aber klar begrenzt: Aus der früheren Erwartung von 0,7 Prozent für 2026 wird nun nahezu eine Verdopplung auf 1,3 Prozent. Der nächste Vergleichspunkt ist die weitere Entwicklung bis 2027, für das der Fonds derzeit 1,1 Prozent erwartet.
