Foto: Mann hält ein Smart-Display über einem offenen Karton in einer hellen Küche mit Geschenkpapier.
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Apple, Amazon, Microsoft: KI-Geräte fürs Fest, Abo folgt

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Apple, Amazon und Microsoft schicken neue KI-Geräte ins US-Weihnachtsgeschäft, berichtet Cnbc.com. Microsofts Nvidia-Laptop starte bei 2.599 Dollar, Amazons größtes Alexa-Tablet koste 550 Dollar, Apples Smart-Home-Zentrale HomeView 299 Dollar. Gegenwind komme vom schwächsten Konsumklima seit zwölf Jahren und von KI-Rechenzentren, die den Markt für Speicherchips leersaugen. Langfristig gehe es den Konzernen um Abos: Die neue Alexa beispielsweise setze 19,99 Dollar im Monat oder eine Prime-Mitgliedschaft voraus.

Apple, Amazon und Microsoft bringen wenige Monate vor Weihnachten neue Geräte mit generativer KI in den US-Handel. Wie Cnbc.com berichtet, setzen die Konzerne auf verbesserte persönliche Assistenten, schnellere Chips und lokale KI-Funktionen, um Laptops, Tablets und Smart-Home-Zentralen als nächste Gerätegeneration zu positionieren. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: Das Weihnachtsgeschäft gilt als erster größerer Praxistest dafür, ob Verbraucher KI-Hardware tatsächlich kaufen wollen.

Neue Geräte, hohe Preise

Microsoft macht den Anfang mit einem Windows-Laptop, der von Nvidia-Technologie angetrieben wird und bei 2.599 Dollar startet. Im Zentrum steht ein KI-Chip namens RTX Spark, der leistungsfähige Anwendungen ohne Cloud-Anbindung ermöglichen soll. Amazon folgt mit Alexa-Tablets, der ersten Hardwarelinie des Unternehmens, die nach dem Sprachassistenten benannt ist. Das größte Modell, das Alexa Tablet 12 Pro, kostet 550 Dollar und liegt damit deutlich über dem Fire HD10 als Vorgängergerät für 155 Dollar.

Apple hat in New York die Smart-Home-Zentrale HomeView vorgestellt. Das iPad-ähnliche Gerät kann an der Wand montiert oder aufgestellt werden, verfügt über einen 7-Zoll-Bildschirm und nutzt Gesichtserkennung, um Inhalte für mehrere Familienmitglieder zu personalisieren. Es soll die KI-erweiterte Siri stärker ins Zuhause bringen. Der Preis von 299 Dollar wird von Analysten als vergleichsweise niedrig bewertet, auch weil Speicher und andere Komponenten derzeit knapp und teuer sind.

Markteintritt unter schwierigen Bedingungen

Die Erfolgsaussichten bleiben offen. Das US-Konsumklima ist so schwach wie seit zwölf Jahren nicht mehr, vor allem wegen anhaltender Inflation. Hinzu kommen Sicherheitsbedenken gegenüber KI und eine Lernkurve bei neuen Anwendungen. IDC-Analyst Jitesh Ubrani erwartet deshalb zunächst keine hohen Stückzahlen. Aus seiner Sicht geht es den Herstellern vor allem darum, Geräte in Haushalte zu bringen, Nutzungsmuster zu verstehen und Rückmeldungen für kommende Produktgenerationen zu sammeln.

Auch die Angebotsseite steht unter Druck. Leistungsstarke Rechenzentren für KI ziehen große Teile der verfügbaren Kapazitäten bei Speicherchips und Speichermedien ab. Das verteuert Komponenten, treibt Hardwarepreise nach oben und belastet bereits die Nachfrage nach Smartphones und Laptops. Für die Hersteller kann es daher schon als Erfolg gelten, wenn sie wohlhabende frühe Käufer erreichen und ihre Ökosysteme ausbauen.

Vom Gerät zum Abo-Modell

Hinter den Produktstarts steht ein längerfristiges Geschäftsmodell. Die Konzerne wollen KI nicht allein über Hardware verkaufen, sondern über Dienste, Bindung an Plattformen und wiederkehrende Erlöse. Bei der neuen Alexa setzt Amazon nach den vorliegenden Angaben auf 19,99 Dollar im Monat oder eine Prime-Mitgliedschaft. Damit werden die Geräte zu Einstiegsprodukten für abonnementbasierte KI-Funktionen im Alltag.

Analyst Dipanjan Chatterjee von Forrester sieht das Weihnachtsgeschäft als frühen Test für eine neue Gerätekategorie. Verbraucher seien zwar interessiert daran, was KI leisten könne. Unklar bleibe aber, ob sie Hardware gerade deshalb kaufen, weil sie als KI-Gerät vermarktet wird. Parallel deuten Marktdaten auf robuste Gesamtausgaben hin: Laut einer McKinsey-Umfrage erwartet fast die Hälfte der US-Verbraucher, in der Weihnachtssaison gleich viel oder mehr auszugeben als im Vorjahr.

Bain rechnet sogar damit, dass die US-Weihnachtsumsätze im Einzelhandel erstmals die Marke von 1 Billion Dollar überschreiten. Zugleich warnt die Beratung, dass mehr als die Hälfte des nominalen Wachstums durch höhere Preise entstehen dürfte. Für einzelne Elektronik- und Haushaltsgeräte erwartet Bain flache Umsätze. Der nächste Prüfpunkt ist damit das US-Weihnachtsgeschäft 2026, in dem sich zeigt, ob KI-Geräte über frühe Anwender hinaus Nachfrage finden.

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