US-Händler setzen von Black Friday bis Cyber Monday voraussichtlich über 85 Mrd. Dollar um, prognostiziert Bain & Company. Das entspreche einem Plus von 8,75 Prozent, fast doppelt so stark wie das für die gesamte Weihnachtssaison erwartete Wachstum. Der Anteil der US-Verbraucher, die an diesen Tagen einkaufen wollen, steige von 64 auf 70 Prozent. Trotzdem zähle der Endspurt: Sechs der zehn umsatzstärksten Tage 2025 seien auf die beiden letzten Wochenenden vor Weihnachten gefallen.
Black Friday bleibt der Taktgeber im US-Weihnachtsgeschäft
Das Rabattwochenende von Black Friday bis Cyber Monday dürfte 2026 im US-Handel deutlich stärker wachsen als die gesamte Weihnachtssaison. Laut einer Prognose von Bain & Company sollen die Umsätze von Freitag bis Montag mehr als 85 Milliarden Dollar erreichen. Das entspräche 8,5 Prozent der erwarteten US-Weihnachtsumsätze.
Besonders auffällig ist die Dynamik im Vergleich zum Gesamtmarkt. Bain erwartet für das BFCM-Wochenende ein Umsatzplus von 8,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die komplette Weihnachtssaison liegt die Wachstumsprognose dagegen bei 4,5 Prozent. Damit konzentriert sich ein wachsender Teil der Nachfrage auf wenige, stark beworbene Aktionstage.
Mehr Konsumenten planen den Einkauf an den Aktionstagen
Die Bedeutung des Zeitfensters zeigt sich auch im geplanten Kaufverhalten der US-Verbraucher. 70 Prozent der Befragten wollen an Black Friday und/oder Cyber Monday einkaufen. Im Vorjahr lag der Anteil bei 64 Prozent. Black Friday bleibt dabei voraussichtlich der wichtigste Verkaufstag der Saison: 64 Prozent der Befragten planen Einkäufe an diesem Tag, nach 55 Prozent im Jahr 2025.
Cyber Monday gewinnt ebenfalls weiter an Gewicht. 44 Prozent der Verbraucher wollen den Montag für Einkäufe nutzen, im Vorjahr waren es 41 Prozent. Bain erwartet deshalb, dass Cyber Monday 2026 zu den fünf umsatzstärksten Tagen der Saison zählen wird. Der Trend passt zur steigenden Bedeutung von E-Commerce, während der stationäre Handel laut Bain ebenfalls zum Wachstum beiträgt.
Der Endspurt vor Weihnachten bleibt umsatzstark
Trotz der hohen Erwartungen an das BFCM-Wochenende verlagert sich das Weihnachtsgeschäft nicht vollständig auf den November. Bain verweist darauf, dass 2025 sechs der zehn umsatzstärksten Tage in die beiden letzten Wochenenden vor Weihnachten fielen. Für Händler bleibt damit die gesamte Schlussphase relevant, vor allem bei kurzfristigen Kaufentscheidungen, Last-Minute-Geschenken und kanalübergreifenden Angeboten.
Für den Handel entsteht daraus ein engerer Wettbewerb um Aufmerksamkeit, Preiswahrnehmung und Verfügbarkeit. Bain sieht personalisierte Aktionen, zielgerichtete Kampagnen und auffällige Verkaufsanlässe als zentrale Hebel, um die starke Nachfrage zu nutzen. Das betrifft sowohl den Start in die Saison rund um Black Friday als auch die umsatzkritischen Wochenenden im Dezember.
Die Analyse stützt sich nach Angaben von Bain unter anderem auf Kreditkartendaten von Pyxis, der Consumer-Intelligence-Sparte des Unternehmens, sowie auf eine Verbraucherbefragung. Insgesamt rechnet Bain damit, dass die US-Weihnachtsumsätze 2026 erstmals die Marke von 1 Billion Dollar überschreiten.
