Foto: Kurier packt Wasserflasche in eine isolierte Liefertasche in einem sauberen Warenlager
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Delivery Hero hebt Prognose zum zweiten Mal an

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Während Uber mit einem Übernahmeangebot über 14,8 Mrd. Dollar um Delivery Hero wirbt, hebt der Lieferkonzern seine Prognose zum zweiten Mal in diesem Jahr an, berichtet Techinasia.com. Das Bruttowarenvolumen, also der Wert aller Bestellungen auf den Plattformen, solle 2026 um zehn bis zwölf Prozent steigen statt um neun bis elf Prozent. Den Schub liefere weniger das Essen vom Restaurant als der Quick-Commerce, die Blitzlieferung von Waren des täglichen Bedarfs.

Delivery Hero hebt seine Prognose erneut an und setzt damit ein deutliches Signal in einer Phase, in der der Lieferkonzern selbst im Fokus eines großen Übernahmeangebots steht. Wie berichtet Techinasia.com, erwartet das Unternehmen für 2026 nun ein stärkeres Wachstum des Bruttowarenvolumens. Der Wert aller Bestellungen auf den Plattformen soll künftig um zehn bis zwölf Prozent steigen. Zuvor hatte Delivery Hero eine Spanne von neun bis elf Prozent genannt.

Quick-Commerce treibt die Erwartungen

Die Anhebung ist bereits die zweite Prognoseerhöhung in diesem Jahr. Auslöser ist laut den vorliegenden Angaben vor allem das starke Quartalswachstum im Quick-Commerce. Damit sind besonders schnelle Lieferungen von Waren des täglichen Bedarfs gemeint. Der Wachstumstreiber liegt damit weniger im klassischen Restaurantessen als in einem Segment, das Plattformgeschäft, lokale Verfügbarkeit und operative Logistik eng miteinander verbindet.

Für Delivery Hero ist diese Verschiebung strategisch relevant. Das Unternehmen betreibt Essensliefer- und lokale Handelsplattformen und erweitert damit den Blick auf das eigene Geschäftsmodell. Das Bruttowarenvolumen, häufig als GMV bezeichnet, umfasst den Gesamtwert der Bestellungen, die über die Plattformen abgewickelt werden. Eine höhere GMV-Erwartung deutet darauf hin, dass Delivery Hero von einer stärkeren Nachfrage in seinen Liefer- und Handelsangeboten ausgeht.

Uber-Angebot bleibt im Hintergrund präsent

Parallel zur operativen Entwicklung bleibt Delivery Hero Ziel eines Übernahmeangebots von Uber. Der US-Konzern hatte am 16. Juli ein Angebot über 14,8 Milliarden US-Dollar angekündigt. Damit steht die Geschäftsentwicklung des deutschen Unternehmens in einem besonders aufmerksam beobachteten Umfeld. Jede Anpassung der Wachstumserwartungen gewinnt dadurch zusätzliches Gewicht, weil sie Hinweise auf die Bewertung und die Perspektiven des Plattformgeschäfts liefert.

Die neue Erwartung für 2026 fällt moderat höher aus, ist aber in der Einordnung wichtig. Delivery Hero signalisiert, dass der Bereich Quick-Commerce auch nach der jüngsten Wachstumsphase weiter Schub liefern soll. Für Investoren und Marktbeobachter rückt damit die Frage in den Vordergrund, wie belastbar die Nachfrage nach Blitzlieferungen im Alltag bleibt und ob sich das höhere Bestellvolumen nachhaltig in den Plattformen niederschlägt.

Die Ausgangslage verbindet operative Dynamik mit einer möglichen Übernahme. Delivery Hero meldet starkes Quartalswachstum, hebt die Erwartungen an und bleibt zugleich Objekt eines milliardenschweren Angebots. Der nächste konkrete Bezugspunkt ist die Entwicklung des GMV bis 2026, für das nun eine Spanne von zehn bis zwölf Prozent Wachstum genannt wird.

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