DoorDash übernimmt den Rivalen Instacart für 17 Mrd. Dollar, berichtet Engadget.com. Der Kauf vereine die zwei größten Lebensmittel-Lieferdienste der USA, sofern die Kartellwächter mitspielen. Groß geworden sei DoorDash mit Restaurantessen, liefere jetzt aber auch Lebensmittel; Instacarts Netz könne dieses Geschäft stärken. Für beide sei es der zweite Anlauf: Schon 2021 sei verhandelt worden, damals zu einer höheren Bewertung für Instacart. Diese Gespräche seien an Preis und Kartellbedenken gescheitert.
DoorDash will den Rivalen Instacart übernehmen und bewertet den Deal mit 17 Mrd. Dollar. Wie Engadget.com berichtet, würde die Übernahme die beiden größten Lebensmittel-Lieferplattformen der USA zusammenführen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Kartellbehörden den Zusammenschluss nicht stoppen.
Für DoorDash wäre der Kauf ein weiterer Schritt über das angestammte Geschäft mit Restaurantessen hinaus. Das Unternehmen ist als Lieferdienst für Takeout und Restaurantbestellungen groß geworden, bietet inzwischen aber auch Einkaufsservices an. Dazu zählt die Lieferung von Lebensmitteln. Instacarts bestehendes Netzwerk könnte diese Sparte stärken und DoorDash im Wettbewerb um alltägliche Einkäufe breiter aufstellen.
Kartellprüfung als zentrale Hürde
Der geplante Zusammenschluss betrifft einen Markt, in dem Reichweite, Händlernetz und operative Logistik eine große Rolle spielen. Gerade weil DoorDash und Instacart als die zwei größten Anbieter für Lebensmittelzustellungen in den USA gelten, dürfte die Transaktion genau geprüft werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Bündelung der Plattformen den Wettbewerb im Liefergeschäft zu stark konzentriert.
Die aktuelle Vereinbarung ist zudem nicht der erste Versuch, beide Unternehmen zusammenzubringen. Bereits 2021 soll DoorDash Gespräche über Instacart geführt haben. Damals stand Instacart dem Bericht zufolge noch mit einer höheren Bewertung zur Debatte. Die Verhandlungen endeten jedoch wegen Differenzen über den Preis und wegen möglicher kartellrechtlicher Bedenken. Dass diese Punkte erneut relevant werden, liegt angesichts der Marktposition beider Unternehmen nahe.
DoorDash baut das Liefergeschäft aus
Die Instacart-Pläne stehen in einer breiteren Phase der Expansion. DoorDash testete in diesem Jahr bereits ein Drohnenlieferprogramm und arbeitet damit an zusätzlichen Formen der Zustellung. Für Instacart wiederum hatten mehrere Berichte zuletzt nahegelegt, dass das Unternehmen Optionen für einen Verkauf prüfte. Neben DoorDash wurde zeitweise auch Uber als möglicher Käufer genannt.
Für den US-Liefermarkt wäre der Deal ein Einschnitt: DoorDash würde seine Position im Lebensmittelgeschäft deutlich ausbauen, während Instacarts Plattform in ein größeres Lieferökosystem integriert würde. Offen bleibt, wie die Kartellwächter die Verbindung der führenden Anbieter bewerten. Der nächste Prüfpunkt ist damit die regulatorische Freigabe des 17-Milliarden-Dollar-Deals.
