Foto: Hände verschließen einen kleinen Karton neben einem Smartphone auf einem hellen Küchentisch.
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Ebay wächst kräftig, verdient aber weniger

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Ebay hat im dritten Quartal seinen Umsatz um 14 Prozent auf 3,2 Mrd. Dollar gesteigert und damit die eigene Prognose übertroffen, berichtet IT-Times.de. Das Handelsvolumen der Plattform sei um 15 Prozent auf 23,2 Mrd. Dollar gewachsen. Der Gewinn halte nicht Schritt: Das Nettoergebnis sei von 593 auf 497 Mio. Dollar geschrumpft, die operative Marge von 20,3 auf 19,2 Prozent gerutscht. Auch lasse der Schwung nach – im ersten Quartal habe das Umsatzplus noch 19 Prozent betragen.

eBay hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein deutliches Wachstum erzielt und die eigene Prognose beim Umsatz übertroffen. Der Nettoumsatz stieg nach Angaben von IT-Times.de im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 3,206 Mrd. US-Dollar. Währungsbereinigt lag das Plus bei 13 Prozent. Damit bleibt die Plattform klar auf Wachstumskurs, zeigt jedoch eine nachlassende Dynamik: Im ersten Quartal hatte das Umsatzplus noch 19 Prozent betragen, im zweiten Quartal 15 Prozent.

Handelsvolumen legt weiter zu

Auch das Handelsvolumen entwickelte sich positiv. Das Gross Merchandise Volume, also der über die Plattform abgewickelte Warenwert, stieg im dritten Quartal um 15 Prozent auf 23,166 Mrd. US-Dollar. Im Vorquartal hatte dieser Wert bei 22,398 Mrd. US-Dollar gelegen. Für den E-Commerce-Konzern aus San Jose ist das ein Hinweis darauf, dass die Nutzung des Marktplatzes weiter zunimmt. CEO Jamie Iannone verwies dabei auf anhaltende Dynamik in den geschäftlichen Schwerpunkten und Kundensegmenten des Unternehmens.

Besonders betont eBay den Trend zu Recommerce, also den Handel mit gebrauchten Waren. Nach Darstellung des Unternehmens greifen immer mehr Verbraucher auf dieses Segment zurück. Zudem nennt eBay Fokus-Kategorien, den C2C-Marktplatz und die eigene Position im Recommerce als Treiber für nachhaltiges Wachstum. Diese Aussagen ordnen das Quartal weniger als einmaligen Ausschlag ein, sondern als Fortsetzung einer bereits laufenden Entwicklung im Plattformgeschäft.

Margen geraten unter Druck

Der Gewinn entwickelte sich schwächer als der Umsatz. Das operative Ergebnis lag im dritten Quartal bei 616 Mio. US-Dollar, nach 571 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum und 676 Mio. US-Dollar im Vorquartal. Die operative Marge sank zugleich von 20,3 auf 19,2 Prozent. Im zweiten Quartal hatte sie noch 21,6 Prozent erreicht. Damit zeigt sich, dass das Wachstum im Kerngeschäft aktuell nicht vollständig in eine höhere Profitabilität übergeht.

Auch unter dem Strich fiel das Ergebnis niedriger aus. Das Nettoergebnis sank von 593 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf 497 Mio. US-Dollar. Je verwässerter Aktie entsprach das 1,10 US-Dollar, nach 1,34 US-Dollar im Vorjahresquartal. Beim Cashflow meldete eBay ein gemischtes Bild: Der operative Cashflow stieg leicht auf 875 Mio. US-Dollar, während der Free-Cashflow mit 749 Mio. US-Dollar unter dem Vorjahreswert von 803 Mio. US-Dollar lag, aber deutlich über dem Vorquartal von 326 Mio. US-Dollar.

Für die weitere Einordnung bleibt damit vor allem die Balance zwischen Wachstum und Marge relevant. eBay wächst zweistellig und übertrifft die eigene Umsatzvorgabe, zugleich nimmt das Tempo gegenüber dem Jahresbeginn ab. Der nächste Prüfpunkt ist, ob das Unternehmen nach dem dritten Quartal 2026 die operative Marge wieder näher an die zuletzt erreichten 21,6 Prozent führen kann.

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