Foto: Mann vergleicht am Tisch Produktverpackungen mit einem Smartphone neben rotem Sale-Anhänger.
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Black Friday: Jeder zweite Schnäppchenjäger will die KI fragen

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Mehr als jeder zweite Black-Friday-Interessierte in Deutschland will mit KI-Tools nach Schnäppchen suchen, zitiert Caschys Blog eine Studie von YouGov. Im Vorjahr habe der Anteil noch bei 23 Prozent gelegen. Gut ein Drittel wolle per KI prüfen, ob ein Rabatt echt sei: Streichpreise bekommen einen digitalen Gutachter. Vorn liege ChatGPT, gefolgt von Gemini, Meta AI, Microsoft Copilot und Claude. Nur acht Prozent seien bereit, die KI komplett autonom einkaufen zu lassen.

Zum Black Friday und Cyber Monday rückt KI deutlich stärker in den Alltag der Schnäppchenjagd. Wie Caschys Blog unter Verweis auf eine YouGov-Studie berichtet, planen 31 Prozent der deutschen Verbraucher Einkäufe an den Aktionstagen. Unter den Kaufinteressierten will inzwischen mehr als jeder Zweite KI-Tools nutzen, um Angebote zu finden oder Preise einzuordnen. Der Anteil liegt bei 51 Prozent; im Vorjahr waren es erst 23 Prozent.

Die Zahlen zeigen ein verändertes Kaufverhalten in einer Rabattphase, die für viele Verbraucher unübersichtlich geworden ist. 39 Prozent der Befragten geben an, Schwierigkeiten bei der Bewertung von Rabatten zu haben. Weitere 36 Prozent tun sich schwer damit, den besten Deal zu identifizieren. KI wird damit vor allem als Orientierungshilfe im Preis- und Angebotsvergleich verstanden. Zwei Drittel der potenziellen Käufer trauen Tools wie ChatGPT oder Claude zu, die besten Angebote aufzuspüren. Das Vertrauen liegt damit knapp über klassischen Kundenbewertungen und Online-Communitys, die auf 63 Prozent kommen.

ChatGPT führt bei der KI-Suche

Bei den bevorzugten Anwendungen liegt ChatGPT klar vorn. 56 Prozent der interessierten Käufer würden das Tool nutzen, um sich einen Überblick über Angebote zu verschaffen. Google Gemini folgt mit 41 Prozent. Meta AI kommt auf 19 Prozent, Microsoft Copilot auf 12 Prozent und Claude auf 11 Prozent. Damit konzentriert sich die Nutzung derzeit vor allem auf wenige bekannte Assistenten, während andere Angebote eine kleinere Rolle spielen.

Die geplanten Einsatzfelder bleiben eng an konkrete Kaufentscheidungen gebunden. 42 Prozent wollen mit KI den günstigsten Preis ermitteln. 34 Prozent möchten prüfen, ob ein Rabatt echt ist. 32 Prozent nutzen entsprechende Werkzeuge, um ähnliche Produkte direkt miteinander zu vergleichen. Besonders die Prüfung von Streichpreisen macht deutlich, weshalb KI für viele Käufer attraktiv wird: Sie soll helfen, vermeintliche Rabatte von tatsächlich günstigen Angeboten zu unterscheiden.

Autonomer Einkauf bleibt die Ausnahme

Beim eigentlichen Kaufabschluss endet das Vertrauen vieler Nutzer. Eine vollständige Automatisierung ist bislang kaum gefragt. Nur 10 Prozent würden einer KI erlauben, einen Kauf nach manueller Freigabe abzuschließen. 9 Prozent würden Produkte automatisiert in den Warenkorb legen lassen. Für einen komplett autonomen Einkauf wären lediglich 8 Prozent bereit; in jüngeren Zielgruppen liegt der Wert bei 12 Prozent.

Damit etabliert sich KI vor allem als digitaler Preisberater für Black Friday und Cyber Monday. Sie unterstützt bei Suche, Vergleich und Rabattprüfung, übernimmt aber selten den letzten Schritt. Die nächste Bewährungsprobe folgt an den Aktionstagen selbst: Geplant sind Einkäufe von 31 Prozent der Verbraucher, während 51 Prozent der Kaufinteressierten KI-Tools einsetzen wollen.

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