Foto: Logistikmitarbeiter scannt ein Paket auf einem Förderband in einem sauberen Paketzentrum.
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Zoll plus Gebühr: Handelsverband hofft auf doppelte Bremswirkung

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Der HDE wertet die neue Bearbeitungsgebühr für Pakete aus Nicht-EU-Ländern in einer Medienmitteilung als weiteren Erfolg gegen Plattformen wie Temu und Shein. Für die zwei Euro pro Warenkategorie, die Online-Händler oder Importeure seit 1. November zahlen, habe er sich jahrelang eingesetzt. Schon die Zollgebühr seit Juli wirke: Kleinsendungen aus China seien laut französischem Zoll um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen. Der HDE erwarte, dass Händler die Gebühr teils über die Preise weitergeben und die Importe weiter sinken.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet die seit dem 1. November 2026 geltende Bearbeitungsgebühr für Warensendungen aus Nicht-EU-Ländern als wichtigen Schritt zu faireren Wettbewerbsbedingungen. In einer Medienmitteilung spricht der Verband von einem weiteren Erfolg im Umgang mit Drittstaatenplattformen wie Temu und Shein. Die neue Abgabe beträgt zwei Euro pro Warenkategorie und wird von Online-Händlern oder Importeuren gezahlt.

Gebühr trifft vor allem Plattformimporte aus Asien

Nach Einschätzung des HDE sind besonders Anbieter wie Shein, Temu und AliExpress betroffen. Über diese Plattformen gelangen große Mengen günstiger Waren aus Asien nach Europa. Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland entsteht die neue Gebühr zunächst nicht direkt an der Kasse. Der Verband geht jedoch davon aus, dass ein Teil der Kosten über höhere Preise weitergegeben wird. Dadurch könnten sich die Importzahlen weiter verringern.

Der HDE verweist auf Erfahrungen mit der im Juli eingeführten Zollgebühr. Diese beträgt drei Euro pro Paket und Warengruppe für Kleinwarensendungen aus dem EU-Ausland. Laut Angaben des französischen Zolls ist die Zahl der aus China in die EU eingeführten Kleinsendungen seitdem um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen. Für den Verband ist das ein Hinweis darauf, dass zusätzliche Abgaben das Volumen grenzüberschreitender Billigimporte spürbar beeinflussen können.

HDE fordert konsequente Durchsetzung bestehender Regeln

Der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp betont, der Verband habe sich jahrelang für entsprechende Maßnahmen eingesetzt. Dass die Bearbeitungsgebühr nun umgesetzt werde, sei aus Sicht des HDE „wichtig und richtig“. Zugleich verbindet der Verband die Maßnahme mit einer grundsätzlichen Kritik an der Masse günstiger Produkte, die über internationale Plattformen in den europäischen Markt gelangen.

Im Zentrum steht dabei der Anspruch, faire Bedingungen für den Handel herzustellen und Produkte mit möglichen Gesundheitsrisiken stärker einzudämmen. Der HDE fordert, geltende Regeln konsequent anzuwenden. Die Bearbeitungsgebühr soll nach seiner Erwartung einen weiteren Rückgang der Importe auslösen. Der nächste prüfbare Effekt wird sich an den Importzahlen nach dem Start der neuen Abgabe am 1. November 2026 zeigen.

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