Foto: Mitarbeiterin legt gefaltete Jacke an einem sauberen Packtisch in einen Papiermailer.
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Asos schrumpft sich langsam in die schwarzen Zahlen

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Asos verkauft weniger, arbeitet aber rentabler, berichtet Wallstreet-Online.de. Das bereinigte Ebitda des britischen Online-Modehändlers sei im abgelaufenen Geschäftsjahr um 29 Prozent auf 170,3 Mio. Pfund gestiegen, die Bruttomarge von 47,1 auf 50,5 Prozent geklettert – bei neun Prozent weniger Umsatz. Im Schlussquartal sei der Bruttowarenwert erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder gewachsen. Ein Cyberangriff im Oktober habe seither zwei bis vier Prozent davon gekostet, schätze Asos. Für das laufende Geschäftsjahr peile der Händler 180 bis 200 Mio. Pfund Ebitda an.

Asos verbessert Profitabilität trotz rückläufiger Erlöse

Asos zeigt im abgelaufenen Geschäftsjahr erste deutliche Fortschritte seiner Sanierung. Der britische Online-Modehändler verkaufte zwar weniger, konnte seine Ertragskraft aber spürbar steigern. Wie Wallstreet-Online.de berichtet, stieg das bereinigte Ebitda um 29 Prozent auf 170,3 Millionen Pfund. Damit übertraf Asos die Erwartungen, obwohl der Umsatz um neun Prozent zurückging.

Die Entwicklung deutet darauf hin, dass die Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität greifen. Besonders sichtbar wird das an der Bruttomarge: Sie erhöhte sich von 47,1 auf 50,5 Prozent. Für einen Konzern, der nach Jahren der Krise wieder Vertrauen am Kapitalmarkt gewinnen muss, ist diese Kennzahl zentral. Asos erzielt damit bei geringeren Erlösen mehr operativen Spielraum und kann seine Kostenstruktur offenbar besser kontrollieren.

Bruttowarenwert wächst erstmals wieder

Ein weiteres Signal kommt aus dem Schlussquartal. Der Bruttowarenwert wuchs laut Bericht erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder. Damit rückt eine mögliche Trendwende näher, auch wenn der Konzern weiterhin unter Belastungen steht. Im Onlinehandel gilt ein wieder steigender Warenwert als wichtiger Hinweis darauf, ob Kundenfrequenz, Sortiment und Preisniveau erneut besser zusammenwirken.

Gebremst wurde die Erholung durch einen Cyberangriff im Oktober. Asos schätzt, dass dieser Vorfall den Bruttowarenwert seither um zwei bis vier Prozent belastet hat. Der Effekt relativiert den positiven Quartalsimpuls, ändert aber nichts daran, dass das Unternehmen operativ besser abschneidet als zuvor erwartet.

Ausblick liegt über den Markterwartungen

Für das laufende Geschäftsjahr peilt Asos ein bereinigtes Ebitda zwischen 180 und 200 Millionen Pfund an. Reuters zufolge hatten Analysten lediglich mit 177 Millionen Pfund gerechnet. Die Prognose fällt damit optimistischer aus als die Marktschätzung und verstärkt die Hoffnung, dass das Sanierungsprogramm weiter Wirkung zeigt.

Die Börse reagierte entsprechend positiv: Im frühen Handel legte die Aktie am Donnerstag um mehr als vier Prozent zu. Nach den vorliegenden Zahlen steht Asos damit vor einem Geschäftsjahr, in dem Umsatzentwicklung, Margenstabilität und die Folgen des Cyberangriffs genau beobachtet werden dürften. Als nächster Orientierungswert gilt die Spanne von 180 bis 200 Millionen Pfund bereinigtem Ebitda für das laufende Geschäftsjahr.

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