Hellofresh hat im dritten Quartal knapp zehn Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahreszeitraum, nämlich 1,43 Mrd. Euro, berichtet T-Online.de. Der bereinigte operative Gewinn sei dagegen um mehr als ein Drittel auf 54,4 Mio. Euro gestiegen und habe die Analysten überrascht. Hellofresh profitiere eigenen Angaben zufolge von geringeren Marketingausgaben. Schon im September habe der Kochboxenversender wegen schwacher Neukundengewinnung die Prognose gesenkt. Für das Gesamtjahr bleibe es bei einem währungsbereinigten Umsatzminus von neun bis elf Prozent.
Hellofresh hat im dritten Quartal eine deutlich schwächere Nachfrage zu spüren bekommen. Der Kochboxenversender setzte knapp zehn Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum und kam auf 1,43 Mrd. Euro, berichtet T-Online.de. Damit zeigt sich, dass das Geschäft weiter unter Druck steht. Zugleich fiel das Ergebnis besser aus als erwartet: Der bereinigte operative Gewinn stieg um mehr als ein Drittel auf 54,4 Mio. Euro und überraschte damit die Analysten.
Mehr Gewinn trotz sinkendem Umsatz
Die Zahlen zeichnen ein gemischtes Bild. Auf der Umsatzseite bleibt Hellofresh klar hinter dem Vorjahr zurück. Auf der Ergebnisseite gelang dem Unternehmen dagegen ein deutlicher Sprung. Als Grund nennt Hellofresh geringere Ausgaben im Marketing. Die Profitabilität wurde damit stärker durch Kostendisziplin getragen, während die Nachfrage nach den Kochboxen schwächer ausfiel. Für die Einordnung ist dieser Unterschied zentral: Der höhere operative Gewinn bedeutet keine Entwarnung für das Wachstum, sondern zeigt vor allem, dass Hellofresh die Aufwendungen stärker kontrolliert hat.
Bereits im September hatte der Konzern seine Prognose gesenkt. Ausschlaggebend war nach den vorliegenden Angaben die schwache Neukundengewinnung. Für ein Geschäftsmodell, das auf wiederkehrende Bestellungen und die fortlaufende Ansprache neuer Käufer angewiesen ist, bleibt dieser Punkt besonders wichtig. Wenn weniger neue Kunden gewonnen werden, kann das den Umsatz auch dann belasten, wenn bestehende Kosten reduziert werden. Genau dieses Spannungsfeld prägt die aktuellen Quartalszahlen.
Ausblick bleibt verhalten
Für das Gesamtjahr hält Hellofresh an einem währungsbereinigten Umsatzrückgang fest. Erwartet wird weiterhin ein Minus von neun bis elf Prozent. Damit bleibt der Ausblick vorsichtig, obwohl das operative Ergebnis im dritten Quartal positiv überraschte. Die nächsten Zahlen werden zeigen, ob die geringeren Marketingausgaben die Profitabilität weiter stützen können und ob sich die schwache Neukundengewinnung stabilisiert. Für das laufende Jahr steht damit vor allem die bestätigte Spanne im Fokus: ein währungsbereinigtes Umsatzminus von neun bis elf Prozent.
