In der Gunst der europäischen Verbraucher liegen die Handelsmarken nun mit Marken gleichauf, zeigt eine Studie. Das setzt Markenhersteller noch mehr unter Druck.
Deutsche Konsumenten zeigen dabei eine überdurchschnittlich positive Wahrnehmung der Handelsmarken. Das fällt vor allem bei der Beurteilung der Hochwertigkeit (84 Prozent gegenüber 73 Prozent) und des Vertrauens (90 Prozent gegenüber 80 Prozent) in die Marken auf.
Markenhersteller sollten mit Emotionen arbeiten
Auch in puncto Innovationskraft urteilt der deutsche Konsument laut Studie positiver - immerhin 74 Prozent denken, dass Handelsmarken in diesem Bereich gleich oder sogar besser agieren als die Herstellermarken, gegenüber 69 Prozent im Länderdurchschnitt.
Der Rückweg zur Marke werde immer schwieriger, sagt Inga Havemann, Department Manager bei Ipsos Marketing Consumer Goods in Deutschland. Deshalb gelte es für Herstellermarken, sich über emotionale Faktoren zu differenzieren - "denn im funktionalen Bereich kann die Handelsmarke längst mithalten."
Trotz allem gäbe es vier Vorteile, die jetzt noch stärker Säulen der Markenstrategie sein sollten: "Differenzierung, ansprechende Verpackung, Innovation und Qualität", rät Havemann.
