
Schlecker auch mit kleineren Lieferanten einig
Die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker hat sich bislang mit rund 150 Lieferanten geeinigt, die den Konzern weiter beliefern wollen. Auslandstöchter sind "Teil der Insolvenzmasse".
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Die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker hat sich bislang mit rund 150 Lieferanten geeinigt, die den Konzern weiter beliefern wollen. Auslandstöchter sind "Teil der Insolvenzmasse".

Arndt Geiwitz ist derzeit der wichtigste Mann bei Schlecker. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat weitreichende Kompetenzen bekommen, die Drogeriekette zu retten. Unklar ist nur, woher Schlecker das Geld dafür nehmen will.

In der Krise gibt sich Schlecker offen: Das Familienvermögen sei aufgezehrt, für Firmengründer Anton Schlecker gelte die Privatinsolvenz. Aber die Drogeriekette glaubt an sich. Und der Finanzchef verblüfft mit einer Bilanz.

Auch die Schlecker-Tochter IhrPlatz geht in die Insolvenz. Sie reichte beim Amtsgericht Ulm einen entsprechenden Antrag ein, sagte ein Schlecker-Sprecher.

Sieben Jahre nach der ersten Insolvenz von IhrPlatz steht nun der nächste Überlebenskampf an. Ein ehemaliger Manager räumt der Schlecker-Tochter gegenüber derhandel.de aber gute Marktchanchen ein.

Die Gewerkschaft Verdi fordert schnelle Gespräche über die Jobs bei Schlecker, doch der Insolvenzverwalter bittet um Geduld. Derweil verhängen erste Hersteller einen Lieferstopp für die Drogeriekette.

Das Auslandsgeschäft der Drogeriekette Schlecker ist von deren Insolvenz nicht betroffen. Auch die Tochter IhrPlatz ist laut Unternehmen außen vor. Derweil steht der vorläufige Insolvenzverwalter fest.

Die Drogeriekette Schlecker hat am Montagmorgen Planinsolvenz beim Amtsgericht Ulm beantragt. Derweil zeigt sich Wettbewerber Rossmann kaum an der Übernahme von Filialen interessiert.

Schlecker hat nun offiziell die Planinsolvenz beantragt. Viele Fragen zur Zukunft des Drogerieriesen bleiben offen: Tragen die Gläubiger das Sanierungskonzept mit? Und: Werden Tarifverträge gekündigt?

Für Wettbewerber Dirk Roßmann ist die Schlecker-Insolvenz "eine Katastrophe für Mitarbeiter und Inhaberfamilie", sie war aber absehbar. Verdi nimmt den Schlecker-Eigentümer beim Kampf um die Jobs in die Pflicht.

Wachsen, wachsen, wachsen - das war die Strategie von Schlecker. Doch der deutsche Markt ist begrenzt. Deswegen war das Ende der Drogeriekette vorhersehbar. Die Mitarbeiter rätseln nun über ihre Zukunft.