
Schlecker-Frauen gehen auf die Straße
Verdi will die geplanten Filialschließungen bei Schlecker genau prüfen. Während die politischen Bemühungen um die insolvente Drogeriekette weiterlaufen, wollen Mitarbeiterinnen bundesweit demonstrieren.
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Verdi will die geplanten Filialschließungen bei Schlecker genau prüfen. Während die politischen Bemühungen um die insolvente Drogeriekette weiterlaufen, wollen Mitarbeiterinnen bundesweit demonstrieren.

Schlecker macht Tempo: Der ehemalige Rewe-Vorstand Stephan Fanderl soll die Führung der Drogeriekette ergänzen. Welches Bankhaus die Investorensuche des Insolvenzverwalters begleitet, ist ebenfalls klar.

Nach dem schlimmsten Tag in der Geschichte von Schlecker hat der Kampf ums Überleben des Unternehmens begonnen. Auch die Politik soll helfen, denn es handele sich um eine außergewöhnliche Insolvenz.

Der Klageankündigung folgt nun die Umsetzung: Madeleine Schickedanz holt zum Schlag gegen Sal. Oppenheim und ihre ehemaligen Vermögensberater aus. Die Quelle-Erbin will ihr verlorenes Vermögen zurückerstreiten.

Kleine Gemeinden fürchten die Schließung der Schlecker-Filiale vor Ort. Doch solche Kleinstläden haben der Drogeriekette die größten Probleme bereitet. Die Bereinigung des Filialnetzes dürfte einige Orte hart treffen.

Der Modeanbieter Gerry Weber gab die Übernahme des insolventen Textilhändlers Wissmach bekannt. 200 Filialen und 850 Jobs sollen so gerettet werden.

Die Insolvenz des Drogeriediscounters Schlecker könnte für einen Millionenschaden bei den Kreditversicherern sorgen. Ein Rückversicherer prüft schon mal das Risiko.

Die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker hat sich bislang mit rund 150 Lieferanten geeinigt, die den Konzern weiter beliefern wollen. Auslandstöchter sind "Teil der Insolvenzmasse".

Arndt Geiwitz ist derzeit der wichtigste Mann bei Schlecker. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat weitreichende Kompetenzen bekommen, die Drogeriekette zu retten. Unklar ist nur, woher Schlecker das Geld dafür nehmen will.

In der Krise gibt sich Schlecker offen: Das Familienvermögen sei aufgezehrt, für Firmengründer Anton Schlecker gelte die Privatinsolvenz. Aber die Drogeriekette glaubt an sich. Und der Finanzchef verblüfft mit einer Bilanz.

Das Land Baden-Württemberg stellt potenziellen Investoren der insolventen Drogeriekette Schlecker eine Staatsbürgschaft in Aussicht. Hilfskredite soll es aber nicht geben.