
PwC-Gutachten bringt Schlecker in Bedrängnis
Das Papier ist 37 Seiten stark und gibt dem Fortbestehen von Schlecker wenig Chancen: Der Insolvenzverwalter des Unternehmens versucht, den Inhalt des PwC-Gutachtens zu relativieren.
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Das Papier ist 37 Seiten stark und gibt dem Fortbestehen von Schlecker wenig Chancen: Der Insolvenzverwalter des Unternehmens versucht, den Inhalt des PwC-Gutachtens zu relativieren.

Die Schlecker-Tochter IhrPlatz hat die Liste der zu schließenden Filialen bekannt gegeben. Es fallen weniger Standorte und damit auch weniger Jobs weg als bisher geplant.

Rund 2.000 Schlecker-Filialen sollen auf jeden Fall geschlossen werden, bei 400 könnte das endgültige Aus vielleicht noch abgewendet werden, sagt der Insolvenzverwalter, der erneut nach Staatshilfen ruft. Einen Verbündeten hat Geiwitz dabei auf seiner Seite.

Schlecker-Insolvenzverwalter Geiwitz sammelt mithilfe von Verdi Informationen über vermeintlich problematische Führungskräfte des Unternehmens. Eine Bezirksleiterin wehrt sich gegen die Anschuldigungen.

Verdi will die geplanten Filialschließungen bei Schlecker genau prüfen. Während die politischen Bemühungen um die insolvente Drogeriekette weiterlaufen, wollen Mitarbeiterinnen bundesweit demonstrieren.

Schlecker macht Tempo: Der ehemalige Rewe-Vorstand Stephan Fanderl soll die Führung der Drogeriekette ergänzen. Welches Bankhaus die Investorensuche des Insolvenzverwalters begleitet, ist ebenfalls klar.

Nach dem schlimmsten Tag in der Geschichte von Schlecker hat der Kampf ums Überleben des Unternehmens begonnen. Auch die Politik soll helfen, denn es handele sich um eine außergewöhnliche Insolvenz.

Die Lage von Schlecker ist verheerend. Um die Drogeriemarktkette zu retten, sind drastische Einschnitte erforderlich. Tausende Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.

Der Klageankündigung folgt nun die Umsetzung: Madeleine Schickedanz holt zum Schlag gegen Sal. Oppenheim und ihre ehemaligen Vermögensberater aus. Die Quelle-Erbin will ihr verlorenes Vermögen zurückerstreiten.

Kleine Gemeinden fürchten die Schließung der Schlecker-Filiale vor Ort. Doch solche Kleinstläden haben der Drogeriekette die größten Probleme bereitet. Die Bereinigung des Filialnetzes dürfte einige Orte hart treffen.

Der Modeanbieter Gerry Weber gab die Übernahme des insolventen Textilhändlers Wissmach bekannt. 200 Filialen und 850 Jobs sollen so gerettet werden.