
Arcandor-Pleite zieht Post in die Verlustzone
Die Insolvenz des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor schlägt sich nun auch in der Bilanz der Post wieder. Knapp 150 Millionen Euro kostet die Pleite den Konzern im dritten Quartal.
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Die Insolvenz des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor schlägt sich nun auch in der Bilanz der Post wieder. Knapp 150 Millionen Euro kostet die Pleite den Konzern im dritten Quartal.

Aus Wut über den Verlust ihrer Jobs sind rund 1.000 Ex-Quelle-Beschäftigte in Nürnberg auf die Straße gegangen. Sie forderten Hilfe vom Bund und dem Freistaat Bayern.

Die Bemühungen zur Rettung der insolventen Warenhauskette Woolworth drohen zu scheitern. Laut Zeitungsbericht stellt sich Hauptvermieter Ceberus quer.

Der Start des Quelle-Ausverkaufs mit hohen Rabatten hat dem insolventen Versandhaus einen Bestellrekord beschert. Ab heute wird die Ware auch in den stationären Geschäften verramscht.

Mit 4.300 Mitarbeitern soll der Quelle-Ausverkauf organisiert werden, teilt der Insolvenzverwalter des Versenders mit. Als Hauptvertriebskanal ist das Internet vorgesehen.

Verdi setzt die Kritik am Quelle-Insolvenzverwalter fort. Der Handelsexperte Johann Rösch wirft Klaus Hubert Görg Versäumnisse vor, die die entlassenen Mitarbeiter Geld kosten könnten.

Der Frankfurter Versandhändler neckermann.de will im kommenden Jahr eine "schwarze Null" schreiben. Von Minderheitseigner Arcandor drohe keine Gefahr.

Die Verkaufsverhandlungen für den Modekonzern Escada gehen in die Endphase. Unter den Interessenten für eine Übernahme ist ein internationales Schwergewicht - aus der Stahlbranche.

Rotes Kreuz und Psychologen: Die Arbeitsagentur bereitet sich auf den Ansturm des gekündigten Quelle-Personals vor. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert derweil den Insolvenzverwalter scharf.

Nach der Kritik an Klaus Hubert Görg spricht sogar der Quelle-Insolvenzverwalter von eigenen Fehleinschätzungen. Aber auch von "ernsthaften Bietern" für den Versender.

Karstadt-Betriebsratschef Hellmut Patzelt hat Forderungen des Insolvenzverwalters nach weiteren Einsparungen bei den Arbeitnehmern zurückgewiesen.