
"Der Trend geht zu Aldi & Audi"
Die Deutschen wollen mehr beim Discounter und im Web einkaufen, um ihren Lebensstandard in der Krise aufrecht zu erhalten. Andere Europäer schieben lieber Überstunden.
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Die Deutschen wollen mehr beim Discounter und im Web einkaufen, um ihren Lebensstandard in der Krise aufrecht zu erhalten. Andere Europäer schieben lieber Überstunden.

Der Einzelhandel wird von der Wirtschaftskrise stärker erfasst: Im Januar sind die Umsätze im Vergleich zum Vormonat schlechter ausgefallen als zunächst angenommen.

Den Anfang hatte Praktiker gemacht. Jetzt zieht Metro nach und prüft in der Großhandelssparte die Möglichkeit von Kurzarbeit. Laut Medienbericht ist der Konzern aber schon viel weiter.

Eigentlich gibt es nur Erfolge Dank der Abwrackprämie. Für Kunden, den Autohandel und die Umwelt. Doch der Einzelhandelsverband lehnt diese Verkaufsförderung ab.

Von einer Konsumkrise ist Deutschland weit entfernt: Die Umsätze der Handelsbranche bewegten sich im Januar nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Klaus Wübbenhorst, Chef der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), erklärt, warum die deutschen Konsumenten sich bislang von den düsteren Konjunkturprognosen nicht beeindrucken lassen.

In der Rezession entdecken die Deutschen den einfachen, preisgünstigen Genuss: Man isst und feiert daheim. "Cocooning" heißt dieses Verhalten - von dem der Einzelhandel profitiert.

Die Schweizer Coop-Gruppe blickt nach eigenen Angaben auf ihr erfolgreichstes Jahr der Firmengeschichte zurück. Auch bei den Marktanteilen hat der Händler deutlich zugelegt.

Deutschlands Unternehmen werden ihre Ausgaben für den IT-Bereich noch im laufenden Jahr weiter nach unten fahren. Wegen der eingetrübten Situation an den globalen Finanzmärkten und konjunktureller Probleme rechnen 30 Prozent der IT-Verantwortlichen mit rückläufigen Ausgaben für die IT.

Die Umsätze im deutschen Einzelhandel sind 2008 real um 0,4 Prozent gesunken. Es hätte schlimmer kommen können. Der HDE erwartet für das zweite Halbjahr 2009 etwas schwierigere Zeiten.

Die Anschaffungsneigung der Deutschen legt im Januar deutlich zu, ermittelten die Marktforscher der GfK. Dabei blicken die Verbraucher durchaus pessimistisch in die Zukunft.

Nach Monaten des Abschwungs ist bei den deutschen Unternehmen Optimismus auszumachen. Das Stimmungsbarometer des Münchner ifo Instituts steigt.