
Selbst Verdi ist von Metro überrascht
Das Sparprogramm bei Metro hat auch Verdi auf den Plan gerufen. Die Gewerkschaft findet nicht alles schlecht, was in "Shape 2012" beschlossen wurde. Doch der Stellenabbau wird verurteilt.
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Das Sparprogramm bei Metro hat auch Verdi auf den Plan gerufen. Die Gewerkschaft findet nicht alles schlecht, was in "Shape 2012" beschlossen wurde. Doch der Stellenabbau wird verurteilt.

Vergangene Woche stellte Metro mäßige Bilanzzahlen vor, heute folgt die Reaktion darauf: Der größte deutsche Handelskonzern plant einen erheblichen Personalabbau - und will gewaltig Kosten sparen.

Das Konjunkturprogramm II soll die Konsumstimmung aufhellen. Doch der Einzelhandel glaubt nicht, dass es soweit kommen wird. Die Branche ist verärgert über die Beschlüsse der Bundesregierung.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: 2008 war für den Einzelhandel kein gutes Jahr. Trotzdem gab es im November Branchen, deren Umsätze über denen des Vorjahresmonats lagen.

Die Deutschen stellen sich auf herbe Einschnitte in der Haushaltskasse ein - und wollen mehr Geld auf die hohe Kante legen. Das zeigt der aktuelle "Spar-Index" des Marktforschers Forsa.

Die schlechte Stimmung im Land teilt nun auch der Mittelstand offiziell. Die Unternehmen wollen weniger Mitarbeiter einstellen - und kritisieren die Steuerpolitik der Bundesregierung.

Kurz vor dem Treffen mit der Bundesregierung haben die vier großen Wirtschaftsverbände ihre Forderungen für ein weiteres Konjunkturpaket präsentiert. Die Wünsche sind Altbekanntes.

Die Wirtschaftsinstitute überbieten sich in pessimistischen Prognosen, Kanzlerin Merkel warnt vor einem schwierigen Jahr 2009 - aber die Bürger kaufen, kaufen, kaufen. Wie passt das zusammen?

Während die Zahl von Privatinsolvenzen in diesem Jahr sank, nahmen die Unternehmenspleiten gegenüber dem Vorjahr leicht zu. Der Einzelhandel war davon überdurchschnittlich betroffen.

Thomas Harms ist Handelsexperte beim Wirtschaftsprüfer Ernst&Young. Mit Der Handel sprach er über Finanzkrise, Konsumverhalten und Gesundbeterei im Weihnachtsgeschäft.

Der Finanzkrise zum Trotz: Die Deutschen gehen weiter fleißig einkaufen. Die GfK glaubt sogar, dass es einen Jahresendspurt gibt. Aber für das Jahr 2009 sind die Verbraucher pessimistisch.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft sei so miserabel wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr, "und ab dem Frühjahr wird es zunehmend schwieriger", sagen die Auguren vom ifo-Institut.