
2011 wird das Jahr der sozialen Medien
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat zehn Thesen zur Zukunft von Social Media im Jahr 2011 veröffentlicht. Unternehmen werden demnach professioneller: Hobby-Lösungen mit Praktikanten haben ausgedient.
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Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat zehn Thesen zur Zukunft von Social Media im Jahr 2011 veröffentlicht. Unternehmen werden demnach professioneller: Hobby-Lösungen mit Praktikanten haben ausgedient.

Facebook verzahnt virtuelle und stationäre Welt und startet seinen "Angebote"-Dienst: Wer etwa in eine Douglas-Filiale geht und per Handy virtuell eincheckt, bekommt einen Duft oder Rabatt.

Rund die Hälfte der Distanzhändler, die Firmenkunden beliefern, legte 2010 bei Umsatz und Gewinn zu. Nun sollen die B2B-Händler auch Social Media für sich entdecken.

Der Versender Otto hat auf Facebook einen Modelwettbewerb veranstaltet. Gewonnen hat nicht eine schöne Frau, sondern ein Witzbold in Frauenkleidern. Die Webgemeinde diskutiert, das Unternehmen feiert einen Marketingerfolg.

Nach Protesten der Umweltorganisation Greenpeace verpflichtete sich Nestlé heute, künftig weltweit auf Palmöl und Papier aus Regenwaldrodung zu verzichten.

Mit TV-Spots und Zeitungswerbung lassen sich Kunden heute kaum noch überzeugen. Der Verbraucher sucht sich seine Informationen im Internet. Hier wird besonders Social Media immer bedeutender.

Social Media befindet sich weiterhin auf starkem Wachstumskurs. Derzeit nutzen bereits 19 Prozent der Internetuser Twitter oder ähnliche Seiten, um regelmäßig Statusmeldungen über sich zu veröffentlichen und jene von anderen zu lesen.

Social-Media-Plattformen werden dominiert von narzisstischen, ichbezogenen Nachrichten. 80 Prozent der Twitter-User reden nur von sich selbst. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Rutgers University , im Zuge derer die Wissenschaftler Mor Naaman, Jeffreey Boase und Chih-Hui Lai über 3.000 Status-Meldungen von rund 350 Nutzern untersucht haben.

Marken, die im Umfeld von Social Media aktiv sind, steigern damit auch ihren finanziellen Erfolg im Web. Die besten Brands im Internet weisen gleichzeitig großes Engagement auf Web-2.0-Plattformen wie Blogs, Twitter oder Facebook auf.

Die Präsenz von Marken erlebt im noch relativ jungen Web 2.0 bereits jetzt einen einschneidenden Wandel. Bewährte Werbeformen sowie traditionelle Marketingmethoden und PR-Strategien sind angesichts des rasanten Wachstums von Social Media nicht mehr auf dem neuesten Stand der Dinge und gelten schnell als überholt.