
Schlecker startet Schlussverkauf
Nachdem kein "Engel" und kein "Höllenhund" zur Rettung bereitstand, startet die insolvente Drogeriekette an diesem Freitag ihren endgültigen Ausverkauf.
Die Zukunft der Warenhäuser und Kaufhäuser: Karstadt, Kaufhof, Galeria und die Transformation großflächiger Handelsformate.
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Nachdem kein "Engel" und kein "Höllenhund" zur Rettung bereitstand, startet die insolvente Drogeriekette an diesem Freitag ihren endgültigen Ausverkauf.

Der Münchner Investor Dubag will laut Presseberichten die Tochterfirmen IhrPlatz und eine Reihe von Schlecker-XL-Filialen erwerben. Ein Stellenabbau soll nicht stattfinden.

Das Privatvermögen der Schleckers ist durch die Insolvenz abgeschmolzen. Laut einem Medienbericht besitzt die Familie dennoch etliche Millionen. Der Insolvenzverwalter übt harsche Kritik.

Für Schlecker sind die Würfel gefallen: Der Gläubigerausschuss sieht "keine Perspektive für die wirtschaftlich vertretbare Fortführung" oder für die Veräußerung an einen Investor.

Der Schlecker-Gläubigerausschuss kommt am heutigen Freitag in Berlin zusammen - und entscheidet über das Schicksal der insolventen Drogeriemarktkette. Tausende Mitarbeiter bangen um ihren Jobs.

Die Redaktion von derhandel.de sprach mit dem Insolvenz- und Sanierungsexperten Detlef Specovius über die Perspektiven im Fall Schlecker und die Rolle des Insolvenzverwalters.

Neue Daten zeigen ein konstantes Wachstum im hart umkämpften Drogeriemarkt. Die Spitzenreiter dm und Rossmann sowie der Lebensmittelhandel profitieren von der Schlecker-Insolvenz.

Das französische Handelsunternehmen Système U hat die Tochtergesellschaft der insolventen Drogeriekette Schlecker in Frankreich übernommen.

Eine Rettung von Schlecker wird immer unwahrscheinlicher. Annehmbare Übernahmeangebote für die insolvente Drogeriekette fehlen nach wie vor. Derweil sieht Verdi die Politik gefordert.

Bis Freitag muss der Schlecker-Insolvenzverwalter einen Geldgeber finden - sonst droht der Drogeriemarktkette das Aus. Dabei könnten die Gläubiger einem Medienbericht zufolge für die Abwicklung stimmen.

Bis nächsten Freitag muss der Insolvenzverwalter von Schlecker einen aussichtsreichen Investor präsentieren, sonst wird der Betrieb eingestellt. Zwei Interessenten sind noch im Rennen.