
Schlecker-Zerschlagung rückt näher
Bis Freitag muss der Schlecker-Insolvenzverwalter einen Geldgeber finden - sonst droht der Drogeriemarktkette das Aus. Dabei könnten die Gläubiger einem Medienbericht zufolge für die Abwicklung stimmen.
Die Zukunft der Warenhäuser und Kaufhäuser: Karstadt, Kaufhof, Galeria und die Transformation großflächiger Handelsformate.
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Bis Freitag muss der Schlecker-Insolvenzverwalter einen Geldgeber finden - sonst droht der Drogeriemarktkette das Aus. Dabei könnten die Gläubiger einem Medienbericht zufolge für die Abwicklung stimmen.

Mit dem befürchteten "Schwarzen Freitag" für Schlecker ist es nun doch nichts geworden. Der Gläubigerausschuss hat beschlossen, nächste Woche die Gespräche über die Zukunft der Drogeriekette fortzusetzen.

Bis nächsten Freitag muss der Insolvenzverwalter von Schlecker einen aussichtsreichen Investor präsentieren, sonst wird der Betrieb eingestellt. Zwei Interessenten sind noch im Rennen.

Wenn das kein Paukenschlag ist: Die Holding des Karstadt-Eigentümers Nicolas Berggruen gilt nun als möglicher Investor für die insolvente Drogeriekette Schlecker.

Die Sitzung des Gläubigerausschusses Ende dieser Woche könnte bereits über die Zukunft von Schlecker entscheiden. Eine Zerschlagung der insolventen Drogeriekette scheint immer wahrscheinlicher.

Lange blieb die Position des Vertriebschefs bei Karstadt unbesetzt - nun übernimmt ein Schweizer den Posten des "Chief Retail Officer". Auch eine neue Einkaufschefin wurde vom Aufsichtsrat berufen - eine Britin.

Der Shoppingcenter-Spezialist Sonae Sierra spürt die Wirtschaftskrise, erzielte im ersten Quartal 2012 dennoch einen Gewinn. E-Commerce und Finanzierungssorgen plagen die Centerbranche. Im Loop5 bei Darmstadt soll sich einiges verändern.

An diesem Mittwoch gehen die Verhandlungen um die Zukunft der Schlecker-Mitarbeiter weiter. Verdi lehnt nach wie vor einen Lohnverzicht von 15 Prozent ab - und fordert abermals Transparenz bei der Investorensuche.

Die insolvente Schlecker-Gruppe wird zerschlagen: Berichten zufolge soll die Tochter IhrPlatz nun einzeln verkauft werden. Derweil geht der Streit mit Verdi um den Sanierungsbeitrag der Mitarbeiter weiter.

Um Schlecker zu retten lockt der Insolvenzverwalter die Kunden in die Läden, verlangt aber auch Opfer - nicht nur von den Beschäftigten. Das Verhältnis mit Verdi ist deswegen mittlerweile angespannt.

Tausende ehemalige Schlecker-Mitarbeiter klagen gegen ihre Kündigungen - weitere werden folgen. Der Insolvenzverwalter hat nun deswegen ein Problem.