Foto: Lieferdrohne senkt eine graue Essenstasche vor einer Haustür im Vorgarten ab
© Black Forest Labs / Flux

Doordash will Essen in fünf Minuten einfliegen

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Doordash hat die Drohne vorgestellt, mit der es in Nordkalifornien Essenslieferungen testen will, berichtet Techradar.com. Der Sechsrotor lande nicht, sondern seile die Bestellung vor der Haustür oder im Garten ab und surre wieder davon. Laut Doordash seien rund 80 Prozent aller Bestellungen leicht genug für den Luftweg. Eine Lieferung dauere in ersten Tests im Schnitt keine fünf Minuten.

DoorDash konkretisiert seine Pläne für Lieferungen per Drohne: Das Unternehmen hat das Fluggerät vorgestellt, mit dem es in einem begrenzten Test in Nordkalifornien Essen ausliefern will, berichtet Techradar.com. Die sechsmotorige Drohne ist Teil des Programms DoorDash Air und soll Bestellungen im Schnitt in unter fünf Minuten an Kundinnen und Kunden bringen. Für den Pilotversuch arbeitet DoorDash dem Bericht zufolge mit Restaurantmarken wie Chipotle und Popeyes Louisiana Kitchen zusammen.

Der Ansatz zielt auf einen Teil der Logistik, der besonders zeitkritisch ist: warme Speisen, kurze Wege und geringe Paketgewichte. Nach Einschätzung von DoorDash seien rund 80 Prozent der Bestellungen leicht genug, um per Drohne transportiert zu werden. Das Unternehmen verweist darauf, neben dem Fluggerät auch die Abhol- und Übergabeinfrastruktur sowie das Bestellsystem entwickelt zu haben. DoorDash-Air-Chef Harrison Shih formuliert das Ziel so, dass lokale Unternehmen Kundschaft aus der Luft erreichen können, ohne ihre Abläufe grundlegend zu verändern.

Lieferung ohne Landung

Technisch setzt DoorDash auf eine Übergabe, bei der die Drohne nicht auf dem Grundstück landet. Stattdessen soll sie die Bestellung vor der Haustür oder im Garten abseilen und anschließend weiterfliegen. Für Notfälle seien Sicherungen vorgesehen, damit die Drohnen sicher landen können. Beim Geräuschpegel verspricht DoorDash, das Betriebsgeräusch auf Reiseflughöhe sei mit einem vorbeifahrenden Auto vergleichbar; gerade dieser Punkt dürfte für die Akzeptanz der Tests relevant werden.

Die Reaktionen im Netz fallen laut Bericht verhalten aus. Nutzerinnen und Nutzer äußern Bedenken zu Wetter, kaltem Essen, versehentlich fallenden Paketen und möglichen Problemen mit Vögeln, die die Lebensmittel in den Boxen entdecken könnten. Damit zeigt sich bereits vor dem breiteren Einsatz, dass die Alltagstauglichkeit nicht allein von Flugzeit und Gewicht abhängt. Entscheidend wird auch sein, ob die Zustellung zuverlässig, leise und für Anwohner nachvollziehbar funktioniert.

Lärm als Prüfstein für Drohnenlieferungen

Wie sensibel das Thema ist, zeigt der Blick auf Amazon. In Richardson im US-Bundesstaat Texas gibt es laut TechSpot Beschwerden über das Summen der Prime-Air-Drohnen, die dort seit Dezember im Einsatz sind. Anwohner vergleichen den Klang demnach mit einem fliegenden Rasenmäher; teils sollen täglich Dutzende Drohnen über die Wohngebiete fliegen. Amazon darf die Fluggeräte dort zwischen 7 und 20 Uhr betreiben und erklärt, Lärmbeschwerden machten nur einen kleinen Teil des Kundenfeedbacks aus.

Für DoorDash wird der Test in Nordkalifornien damit mehr als ein Nachweis schneller Zustellung. Das Unternehmen muss zeigen, ob Restaurantlieferungen per Drohne in bestehende Abläufe passen, ob die Abseiltechnik im Alltag stabil funktioniert und wie Anwohner auf wiederkehrenden Flugverkehr reagieren. Der nächste konkrete Prüfpunkt ist der begrenzte Pilotversuch in Nordkalifornien mit durchschnittlich weniger als fünf Minuten Lieferzeit.

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