Foto: Hand mit Smartphone am Küchentisch neben Handyhülle, Elektronikzubehör und frischen Lebensmitteln
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Preisbewusst, aber bequem: Briten starten beim Marktplatz

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Zwei Drittel der britischen Online-Shopper steuern bei der Produktsuche aus Gewohnheit direkt große Marktplätze oder Suchmaschinen an, zitiert Channelx.world eine Umfrage des Preisvergleichers Idealo. Nur acht Prozent starteten mit Vergleichsportalen, obwohl 71 Prozent diesen durchaus vertrauten. Deren Revier sei aber eher die teure Anschaffung. Mehr Komfort beim Vergleichen wünsche sich eine klare Mehrheit, am häufigsten bei Handys, Elektronik und Lebensmitteln. Rabatten hingegen begegne das Publikum skeptisch: Echte Nachlässe zum Black Friday beispielsweise erwarte nicht einmal die Hälfte.

Gewohnheit schlägt Preisbewusstsein beim Online-Shopping

Britische Online-Käuferinnen und -Käufer recherchieren intensiv, starten ihre Produktsuche aber meist an vertrauten Orten. Laut einer von Channelx.world aufgegriffenen Idealo-Umfrage unter mehr als 2.000 britischen Online-Shoppern informieren sich 91 Prozent vor dem Kauf. Von ihnen vergleichen 84 Prozent Preise. Trotzdem geben 67 Prozent an, aus Gewohnheit direkt große Online-Marktplätze oder Standardsuchmaschinen anzusteuern. Damit beginnt ein großer Teil der Produktsuche dort, wo Komfort und Routine dominieren.

Die Zahlen zeigen eine klare Verschiebung zwischen Anspruch und Verhalten. 38 Prozent starten bei großen Online-Marktplätzen, 28 Prozent bei Suchmaschinen oder Suchleisten. Weitere neun Prozent kaufen aus Bequemlichkeit, ohne vorher zu vergleichen. Spezialisierte Preisvergleichsportale sind dagegen nur für acht Prozent der primäre Einstieg. Social Media und Influencer-Empfehlungen kommen auf sieben Prozent, weitere neun Prozent nennen andere oder keine festen Startpunkte.

Preisvergleich genießt Vertrauen, bleibt aber Spezialwerkzeug

Bemerkenswert ist die Lücke zwischen Vertrauen und Nutzung. 71 Prozent der britischen Online-Shopper vertrauen Preisvergleichsseiten bei der Frage, was und wo sie kaufen sollen. Dennoch werden diese Angebote vor allem für größere Anschaffungen genutzt: 72 Prozent verwenden sie hauptsächlich oder ausschließlich bei teuren, stärker abgewogenen Käufen. Nur 13 Prozent setzen sie exklusiv für alltägliche Einkäufe ein.

Für den Online-Einkauf bedeutet das: Viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind preissensibel, verlassen sich im Alltag aber auf einzelne Händlerseiten oder Standardsuchen. Dadurch bleiben mögliche Preisunterschiede zwischen unabhängigen Shops weniger sichtbar. Idealo verweist dabei auch auf Funktionen wie Preisverläufe, mit denen sich prüfen lässt, ob ausgewiesene Rabatte tatsächlich eine Ersparnis darstellen.

Skepsis gegenüber Rabatten und Influencer-Angeboten

Bei Sonderaktionen ist das Misstrauen deutlich ausgeprägt. Nur 43 Prozent der Befragten glauben, dass Black-Friday-Rabatte echte Preisreduzierungen sind; lediglich zehn Prozent vertrauen ihnen vollständig. Mehr als ein Viertel, nämlich 27 Prozent, vertraut solchen Nachlässen ausdrücklich nicht. Auch Empfehlungen aus sozialen Netzwerken schneiden schwächer ab: Nur 31 Prozent vertrauen Social-Media-Deals und Influencer-Hinweisen, während 37 Prozent Influencer-Produktversprechen aktiv misstrauen.

Damit entsteht ein widersprüchliches Bild: Die Verbraucherinnen und Verbraucher hinterfragen Rabatte und Werbeversprechen, greifen beim Start der Suche aber oft auf die bequemste Option zurück. Gerade bei Preisen und Sonderaktionen kann diese Routine dazu führen, dass günstigere Angebote oder belastbare Vergleichsdaten unberücksichtigt bleiben.

Mehr Komfort beim Vergleichen ist gefragt

Die Bereitschaft zur Veränderung ist vorhanden. Drei Viertel der Befragten wünschen sich, dass der Preisvergleich in mindestens einer Produktkategorie einfacher wird. Am häufigsten genannt werden Mobiltelefone mit 32 Prozent, Elektronik und Tech mit 31 Prozent sowie Lebensmittel mit 30 Prozent. Danach folgen Mode und Schuhe mit 24 Prozent, Haus und Garten sowie Beauty und Gesundheit mit jeweils 20 Prozent. Gaming kommt auf 17 Prozent.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Preisvergleich längst nicht mehr allein für große Anschaffungen relevant ist. Auch bei Lebensmitteln und anderen Alltagskäufen wächst der Wunsch nach transparenteren Informationen. Der nächste Entwicklungsschritt liegt damit bei bequemeren Vergleichswegen, die Kaufgewohnheiten im Alltag erreichen; besonders sichtbar ist dieser Bedarf bei Mobiltelefonen, Elektronik und Lebensmitteln mit 32, 31 und 30 Prozent.

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