Foto: Person hält einen Briefumschlag über weiteren Briefen, daneben liegt ein Smartphone auf einem Holztisch.
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Ricardo verliert Adressdaten von 890.000 Konten

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Unbefugte haben beim Schweizer Online-Marktplatz Ricardo Namen, Postadressen und Telefonnummern von rund 890.000 Nutzerkonten abgegriffen, berichtet SRF.ch. Bei Geschäftskunden betreffe das Leck zusätzlich Firmennamen und E-Mail-Adressen. Passwörter seien geschützt geblieben. Eine Erpressung oder Lösegeldforderung sei bislang ausgeblieben. Ricardo informiere die Betroffenen direkt und warne vor Anrufen, Briefen und Nachrichten, die Kreditkartendaten oder Bank-Logins abfischen wollen.

Beim Schweizer Online-Marktplatz Ricardo sind nach Angaben des Unternehmens personenbezogene Daten abgeflossen. Unbefugte haben Namen, Postadressen und Telefonnummern von rund 890.000 Nutzerkonten abgegriffen, berichtet SRF.ch. Bei Geschäftskunden sind zusätzlich Firmennamen und E-Mail-Adressen betroffen. Damit umfasst der Vorfall vor allem Kontakt- und Adressdaten, die für gezielte Kontaktaufnahmen missbraucht werden könnten.

Ricardo schließt Sicherheitslücke nach Auffälligkeiten

Das Ricardo-Mutterhaus SMG Swiss Marketplace Group teilte mit, Ricardo habe am 7. Oktober verdächtige Aktivitäten auf seinen Servern festgestellt. Die Sicherheitslücke sei daraufhin umgehend geschlossen worden. Nach Unternehmensangaben blieben Passwörter geschützt. Hinweise auf eine Erpressung oder eine Lösegeldforderung liegen bislang nicht vor. Für den Datenschutz bleibt der Umfang des Vorfalls dennoch erheblich, weil die betroffenen Angaben eine direkte Zuordnung zu einzelnen Nutzerinnen, Nutzern und Geschäftskunden ermöglichen.

Ricardo informiert die betroffenen Personen direkt. Das Unternehmen warnt zugleich vor möglichen Betrugsversuchen per Telefon, Brief oder Nachricht. Besonders kritisch sind demnach Kontakte, die Kreditkartendaten oder Bank-Logins abfragen. Nutzerinnen und Nutzer sollten solche Anfragen daher nicht beantworten und keine sensiblen Zahlungs- oder Zugangsdaten herausgeben. Der zentrale Handlungspunkt lautet: keine Bank-Logins preisgeben, auch wenn eine Nachricht angeblich im Zusammenhang mit dem Datenleck steht.

Relevanz für Nutzer und Geschäftskunden

Für Privatnutzer betrifft der Vorfall nach den vorliegenden Angaben Namen, Postadressen und Telefonnummern. Bei Geschäftskunden kommen Firmennamen und E-Mail-Adressen hinzu. Diese Kombination kann Betrugsversuche glaubwürdiger erscheinen lassen, weil Täter bereits über konkrete Kontaktdaten verfügen. Ricardo verweist deshalb auf die direkte Information der Betroffenen und die Warnung vor Phishing-Versuchen. Dass bislang keine Lösegeldforderung bekannt ist, ändert nichts an der Notwendigkeit erhöhter Aufmerksamkeit bei unerwarteten Anrufen, Briefen und digitalen Nachrichten.

Offen bleibt nach den vorliegenden Informationen, wie die Unbefugten Zugriff auf die Daten erhalten konnten. Bekannt ist derzeit: Die verdächtigen Aktivitäten wurden am 7. Oktober festgestellt, die Schwachstelle wurde nach Angaben der SMG Swiss Marketplace Group umgehend geschlossen, und betroffen sind rund 890.000 Nutzerkonten.

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