Foto: Lagerarbeiter prüft weiße Säcke und Elektronikbauteile in einer hellen Frachthalle.
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Diesel, Kunststoff, Chips: Importe werden teurer

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Die Importpreise lagen im September 10,4 Prozent über dem Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt. Einen steileren Anstieg habe es zuletzt im November 2022 gegeben. Den Hauptschub liefere die Energie mit plus 61,8 Prozent; Diesel und leichtes Heizöl kosteten doppelt so viel wie vor einem Jahr. Kunststoffe in Primärformen verteuerten sich um 17,4 Prozent, elektronische Bauteile um 17,8 Prozent. Importierte Konsumgüter seien dagegen nur 0,2 Prozent teurer.

Die deutschen Importpreise haben im September 2026 deutlich angezogen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lagen sie 10,4 Prozent über dem Vorjahr. Das war der stärkste Anstieg seit November 2022. Gegenüber August 2026 erhöhten sich die Einfuhrpreise um 2,1 Prozent.

Der Preisdruck kommt vor allem aus dem Energiebereich. Importierte Energie verteuerte sich im Jahresvergleich um 61,8 Prozent, gegenüber dem Vormonat um 14,5 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für elektrischen Strom, Mineralölerzeugnisse, Erdöl, Erdgas und Steinkohle. Diesel und leichtes Heizöl kosteten 100,4 Prozent mehr als im September 2025.

Energie bleibt der stärkste Preistreiber

Die Entwicklung steht laut Destatis weiter im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten. Bei den Mineralölerzeugnissen verteuerten sich Schmier- und andere Öle um 112,0 Prozent, Flugturbinenkraftstoff aus Kerosin um 111,3 Prozent und Motorenbenzin um 73,9 Prozent. Im Monatsvergleich war vor allem Erdöl teurer, mit einem Plus von 18,5 Prozent.

Ohne Energie lagen die Importpreise im September 2026 um 5,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Werden Erdöl und Mineralölerzeugnisse herausgerechnet, betrug der Anstieg 7,5 Prozent. Damit zeigt sich, dass der Kostenschub zwar stark von Energie geprägt ist, aber auch andere Warengruppen erfasst.

Vorleistungsgüter und Exporte ziehen ebenfalls an

Vorleistungsgüter verteuerten sich im Jahresvergleich um 11,1 Prozent. Besonders deutlich stiegen die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug. Kupfer und Kupferhalbzeug lagen 37,9 Prozent über dem Vorjahreswert, Aluminium und Aluminiumhalbzeug 23,4 Prozent. Elektronische Bauelemente verteuerten sich um 17,8 Prozent, Kunststoffe in Primärformen um 17,4 Prozent.

Auch Investitionsgüter wurden teurer. Sie kosteten 4,5 Prozent mehr als im September 2025 und 0,6 Prozent mehr als im August 2026. Die Exportpreise stiegen im Jahresvergleich um 5,3 Prozent. Das war der stärkste Zuwachs seit Februar 2023. Gegenüber dem Vormonat legten die Ausfuhrpreise um 0,6 Prozent zu.

Konsumgüter bleiben vergleichsweise stabil

Bei importierten Konsumgütern fiel der Anstieg deutlich geringer aus. Ge- und Verbrauchsgüter waren insgesamt nur 0,2 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Gebrauchsgüter lagen 2,1 Prozent über dem Vorjahresniveau, Verbrauchsgüter waren dagegen 0,4 Prozent günstiger.

Importierte landwirtschaftliche Güter kosteten im Durchschnitt 0,9 Prozent weniger als im September 2025, verteuerten sich aber gegenüber August 2026 um 0,6 Prozent. Auffällig waren lebende Schweine mit einem Rückgang von 34,9 Prozent sowie Rohkakao mit minus 21,2 Prozent. Der nächste Vergleichswert liegt beim Monatsabstand: Zum Vormonat stiegen die Importpreise insgesamt um 2,1 Prozent.

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