Foto: Junger Mann am Küchentisch mit Laptop, Zahlungskarte, Paketen und Belegen beim Online-Einkauf
© Black Forest Labs / Flux

Fake-Shops, falsche Rabatte: Black Friday weckt Argwohn

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Bekannte Händler wecken zum Black Friday das meiste Vertrauen, zeigt eine GfK-Studie für Mastercard. Gut jeder zweite Deutsche nenne sie als Grund, einem Angebot zu trauen, 45 Prozent den Käuferschutz. Die Sorge vor Betrug sitze tief: Mehr als jeder Dritte sei schon selbst Opfer von Cyberbetrug geworden, bei den 18- bis 29-Jährigen gut jeder Zweite. Unter denen, die den Aktionstag kennen, fürchte fast jeder Dritte Fake-Shops, gut jeder Vierte Scheinrabatte.

Zum Black Friday rückt die Sicherheit beim Online-Shopping stärker in den Vordergrund. Eine repräsentative GfK-Studie für Mastercard zeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher Angebote vor allem dann als vertrauenswürdig einstufen, wenn sie von bekannten Händlern stammen. Gut jede zweite befragte Person nennt bekannte Anbieter als Vertrauensgrund, 45 Prozent verweisen auf den Käuferschutz. Gleichzeitig sieht eine klare Mehrheit Risiken: Unter denjenigen, denen Black Friday ein Begriff ist, nennen 66 Prozent potenzielle Sicherheits- oder Betrugsgefahren rund um den Aktionstag.

Vertrauen hängt an Seriosität und Schutzmechanismen

Die größten Sorgen gelten Fake-Shops und irreführenden Rabatten. 30 Prozent der Black-Friday-Kennerinnen und -Kenner fürchten betrügerische Shops, 27 Prozent gefälschte Rabattaktionen. Hinzu kommen Produktfälschungen und nicht gelieferte Bestellungen mit jeweils 21 Prozent. Auch gestohlene Zahlungsdaten und Identitätsdiebstahl werden häufig genannt. Für den Online-Einkauf bedeutet das: Preisaktionen allein reichen nicht aus, wenn Vertrauen, transparente Abläufe und verlässliche Absicherung fehlen.

Die Skepsis speist sich aus konkreten Erfahrungen. Vier von zehn Deutschen geben an, bereits mit Zahlungsbetrug durch Cyberkriminalität in Berührung gekommen zu sein. Mehr als jede dritte Person war nach eigenen Angaben selbst betroffen. Besonders verbreitet sind Phishing- und Smishing-Angriffe, Fake-Shops, Kreditkartenbetrug sowie Identitätsdiebstahl. Auffällig ist die Lage bei jüngeren Nutzerinnen und Nutzern: Unter den 18- bis 29-Jährigen haben 59 Prozent Erfahrungen mit Cyberbetrug gemacht, 51 Prozent waren selbst Opfer.

KI wird als Sicherheitsinstrument akzeptierter

Parallel zur Sorge vor Betrug wächst die Offenheit gegenüber technischen Schutzsystemen. Mehr als ein Drittel der Befragten hat bereits erlebt, dass eine Sicherheitsprüfung eine verdächtige Zahlung erkannt oder gestoppt hat. Beim Einsatz von KI zur Betrugserkennung überwiegt laut Studie die Zustimmung oder pragmatische Akzeptanz: 17 Prozent bewerten solche Systeme positiv, weitere 34 Prozent akzeptieren sie, wenn Bezahlvorgänge schnell und reibungslos bleiben. Für 27 Prozent zählt vor allem, dass Zahlungen sicher abgewickelt werden; ob dabei KI eingesetzt wird, ist zweitrangig. 23 Prozent lehnen den Einsatz grundsätzlich ab.

Mastercard-Deutschlandchef Nikolaus Trzeschan sieht darin einen klaren Zusammenhang zwischen Betrugserfahrungen, Sicherheitsbedürfnis und Vertrauen beim digitalen Einkauf. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher akzeptieren KI-gestützte Mechanismen, wenn sie Betrug früh erkennen und Zahlungen einfach halten. Damit wird Sicherheit am Black Friday zu einem zentralen Faktor für Kaufbereitschaft und Anbieterwahl. Die nächste Bewährungsprobe folgt mit dem Aktionstag und den anschließenden Weihnachtseinkäufen 2026.

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