
"Es hätte Schlecker nicht gerettet"
Anlässlich der Schlecker-Pleite sprach die Redaktion von derhandel.de mit dem Insolvenzrechtsexperten Detlef Specovius über die Aussichten von IhrPlatz und die neuen Regeln zur Sanierung von Unternehmen.
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Anlässlich der Schlecker-Pleite sprach die Redaktion von derhandel.de mit dem Insolvenzrechtsexperten Detlef Specovius über die Aussichten von IhrPlatz und die neuen Regeln zur Sanierung von Unternehmen.

Hier ein Tennisplatz, dort eine Villa: Die Familie Schlecker besitzt wertvolle Grundstücke und Immobilien. Was wem schnell übereignet wurde, ist eine der offenen Fragen bei der Insolvenz der Drogeriekette.

Schlecker gibt es nicht mehr. Der monatelange Überlebenskampf war vergeblich. Vor allem für die Mitarbeiter haben damit bange Wochen ihr trauriges Ende gefunden. Ein Chronologie.

"Es ist nichts mehr da", ist der längst legendäre Satz von Meike Schlecker. Doch die Zweifel an der neuen Armut der Drogeriefamilie mehren sich. Presseberichten zufolge soll Anton Schlecker Grundstücke an die Kinder übertragen haben.

Auch die 3.000 Schlecker-Mitarbeiter in Österreich bangen um ihre Jobs. Insolvenzverwalter Geiwitz sucht einen Käufer für die Kette - und gibt sich dafür nicht mehr viel Zeit.

Das Ende des Schleckerimperiums sorgt für weitreichende Schäden. Erwartungsgemäß stehen zwei weitere Unternehmen aus dem Firmenkonstrukt vor dem Ende. Betroffen sind 800 Mitarbeiter.

Verdi will Einnahmen aus dem Schlecker-Ausverkauf in eine Transfergesellschaft stecken. Die Gewerkschaft fordert den Insolvenzverwalter zudem auf, weiter nach Investoren zu suchen.

Je nachdem, wann Vermögenswerte übertragen wurden, sind bei Familie Schlecker noch ein paar Milliönchen zu holen. Unterdessen ist unklar, ob es im Fall von IhrPlatz zu einer Einigung zwischen Gläubigern und Investor kommt.

Der Münchner Investor Dubag will laut Presseberichten die Tochterfirmen IhrPlatz und eine Reihe von Schlecker-XL-Filialen erwerben. Ein Stellenabbau soll nicht stattfinden.

Das Privatvermögen der Schleckers ist durch die Insolvenz abgeschmolzen. Laut einem Medienbericht besitzt die Familie dennoch etliche Millionen. Der Insolvenzverwalter übt harsche Kritik.

Für Schlecker sind die Würfel gefallen: Der Gläubigerausschuss sieht "keine Perspektive für die wirtschaftlich vertretbare Fortführung" oder für die Veräußerung an einen Investor.

Die Redaktion von derhandel.de sprach mit dem Insolvenz- und Sanierungsexperten Detlef Specovius über die Perspektiven im Fall Schlecker und die Rolle des Insolvenzverwalters.