
Die Rückkehr der Schlecker-Kinder
Laut Insolvenzverwalter gibt es drei bis fünf Investoren, die Interesse an der insolventen Drogeriekette Schlecker haben. Auch Meike und Lars Schlecker selbst überlegen, das Unternehmen zurück zu kaufen.
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Laut Insolvenzverwalter gibt es drei bis fünf Investoren, die Interesse an der insolventen Drogeriekette Schlecker haben. Auch Meike und Lars Schlecker selbst überlegen, das Unternehmen zurück zu kaufen.

Ob Sofa, Smartphone oder Tablet-PC - immer mehr Anschaffungen werden über Konsumentenkredite finanziert. Die Konsumlust hat aber auch Schattenseiten. Denn immer mehr Verbraucher leben über ihre Verhältnisse.

Schlecker kämpft gegen das endgültige Aus. Bis Pfingsten will der Insolvenzverwalter einen Investoren präsentieren. derhandel.de fasst die Ereignisse seit dem Bekanntwerden der Zahlungsunfähigkeit zusammen.

Unmittelbar nach dem Scheitern der Gespräche über eine Transfergesellschaft hat Schlecker rund 10.000 Kündigungen herausgeschickt. Der Plan einer Auffanglösung war nach der Absage Bayerns endgültig gescheitert.

Was für ein turbulenter Tag für Schlecker: Nun läuft am Amtsgericht Ulm das Insolvenzverfahren - und parallel brodelt unter den Ländern der Streit über die Finanzierung einer Transfergesellschaft.

Das Amtsgericht Ulm wollte nicht länger auf ein Ergebnis zu den Transfergesellschaften warten und hat das Insolvenzverfahren für Schlecker heute eröffnet.

Das Papier ist 37 Seiten stark und gibt dem Fortbestehen von Schlecker wenig Chancen: Der Insolvenzverwalter des Unternehmens versucht, den Inhalt des PwC-Gutachtens zu relativieren.

Die Schlecker-Tochter IhrPlatz hat die Liste der zu schließenden Filialen bekannt gegeben. Es fallen weniger Standorte und damit auch weniger Jobs weg als bisher geplant.

Rund 2.000 Schlecker-Filialen sollen auf jeden Fall geschlossen werden, bei 400 könnte das endgültige Aus vielleicht noch abgewendet werden, sagt der Insolvenzverwalter, der erneut nach Staatshilfen ruft. Einen Verbündeten hat Geiwitz dabei auf seiner Seite.

Für entlassene Schlecker-Mitarbeiter soll eine Transfergesellschaft geschaffen werden, die mit einem Millionen-Darlehen zwischenfinanziert werden soll. Der Plan wird von der Politik unterstützt.

Schlecker-Insolvenzverwalter Geiwitz sammelt mithilfe von Verdi Informationen über vermeintlich problematische Führungskräfte des Unternehmens. Eine Bezirksleiterin wehrt sich gegen die Anschuldigungen.