
Gläubiger vertagen Entscheidung über Karstadt-Schicksal
Es war zu erwarten: Die Entscheidung über die Zukunft Karstadts ist heute verschoben worden. Eine gute Woche lassen sich die Gläubiger nochmals Zeit, bis ein Käufer den Zuschlag bekommt.
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Es war zu erwarten: Die Entscheidung über die Zukunft Karstadts ist heute verschoben worden. Eine gute Woche lassen sich die Gläubiger nochmals Zeit, bis ein Käufer den Zuschlag bekommt.

Elf Karstadt-Städte müssen sich noch endgültig zum geforderten Steuerverzicht für die insolvente Warenhauskette äußern. Nun will der Insolvenzverwalter Klarheit schaffen.

Auch die Stadt Köln will auf Steuerforderungen gegenüber Karstadt verzichten. Der Insolvenzverwalter freut sich über drei Kaufinteressenten - und hat keinen Favoriten.

Es ist immer fraglicher, ob Triton noch Interesse an Karstadt besitzt. Derzeit werde das Investment "überprüft". Verdi bezweifelt mittlerweile, ob der Investor das Warenhaus überhaupt weiterführen will.

Triton ist nicht der einzige potenzielle Kaufinteressent für Karstadt. Derzeit prüfen zwei weitere mögliche Investoren die Bücher des Warenhauses. Einer davon dürfte Goldman Sachs sein.

Der Nonfood-Discounter Mäc Geiz hat wegen Finanzierungsproblemen Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter ist optimistisch und will möglichst viele der 1.600 Arbeitsplätze retten.

Viel Glas und noch mehr Einkaufserlebnis: Das Karstadt-Sporthaus in Stuttgart ist erweitert und modernisiert worden. Angesichts dieser schönen, neuen Welt ist die Insolvenz des Warenhauses weit weg.

Sollten sich 15 Kommunen weigern, auf Gewerbesteuern von Karstadt zu verzichten, platzt der Insolvenzplan. Der Investor Triton wird dann keinen Kaufvertrag unterschreiben, sagte ein Sprecher zu derhandel.de.

Der freiwillige Steuerverzicht der Kommunen zur Rettung von Karstadt stößt weiter auf Kritik. In vielen Gemeinden ist die Lage noch unklar. Die Frist läuft allerdings in zwei Wochen ab.

Das Bangen um die Zukunft von Karstadt geht weiter: Duisburg weigert sich, auf Steuerforderungen gegenüber dem Warenhaus zu verzichten. Auch andere Kommunen haben sich noch nicht entschieden.

Erst 80 von 94 Kommunen mit Karstadt-Filialen haben einem Steuerverzicht für den Warenhausbetreiber zugestimmt. Dadurch könnte der Insolvenzplan in Gefahr geraten.