
Karstadt-Investor erhöht den Druck
Sollten sich 15 Kommunen weigern, auf Gewerbesteuern von Karstadt zu verzichten, platzt der Insolvenzplan. Der Investor Triton wird dann keinen Kaufvertrag unterschreiben, sagte ein Sprecher zu derhandel.de.
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Sollten sich 15 Kommunen weigern, auf Gewerbesteuern von Karstadt zu verzichten, platzt der Insolvenzplan. Der Investor Triton wird dann keinen Kaufvertrag unterschreiben, sagte ein Sprecher zu derhandel.de.

Der freiwillige Steuerverzicht der Kommunen zur Rettung von Karstadt stößt weiter auf Kritik. In vielen Gemeinden ist die Lage noch unklar. Die Frist läuft allerdings in zwei Wochen ab.

Das Bangen um die Zukunft von Karstadt geht weiter: Duisburg weigert sich, auf Steuerforderungen gegenüber dem Warenhaus zu verzichten. Auch andere Kommunen haben sich noch nicht entschieden.

Es ist vollbracht: Die Gläubiger von Woolworth haben dem Verkauf der insolventen Kaufhauskette an die Tengelmann-Gruppe zugestimmt.

Die insolvente Kaufhauskette Woolworth wird von einer Holding der Tengelmann-Handelsgruppe übernommen. Zuletzt waren noch vier Bieter übrig.

Der Insolvenzverwalter von Woolworth führt aktuell Gespräche mit vier Interessenten. Eine Entscheidung über den Verkauf der Kaufhauskette soll noch im Mai fallen.

Bisher gilt Triton als einziger Kaufinteressent von Karstadt. Doch ein weiterer Investor für das insolvente Warenhaus soll sich gemeldet haben. Auch der Betriebsrat war aktiv.

Hinter Karstadt liegt eine turbulente Woche: Der Investor Triton will das Warenhaus kaufen, verlangt aber Zugeständnisse. derhandel.de vergleicht die Offerte mit dem Insolvenzplan, der der Redaktion vorliegt.

Die Hoffnung auf das Fortbestehen von Karstadt wächst. Der Gläubigerausschuss hat die Verkaufsfrist verlängert. Verdi sieht ein ernsthaftes Kaufinteresse bei Triton - und will bald mit dem Investor weiterverhandeln.

Wenn der Hauptvermieter von Woolworth keine Zugeständnisse macht, könnte die Rettung der Kaufhauskette gefährdet sein, sagt Verdi. Sogar der Insolvenzverwalter schlägt nun Alarm.

Der Verkauf des insolventen Karstadt-Konzerns geht in die heiße Phase: Heute endet die Frist, bis zu der Interessenten Kaufangebote für die 120 Warenhäuser einreichen können.