
Schlecker-Frauen sind schwer vermittelbar
Nur ein kleiner Teil der früheren Schlecker-Mitarbeiterinnen hat neue Jobs gefunden. Der große Rest bleibt auf der Suche nach Arbeit. Doch einfach wird das nicht.
Die Zukunft der Warenhäuser und Kaufhäuser: Karstadt, Kaufhof, Galeria und die Transformation großflächiger Handelsformate.
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Nur ein kleiner Teil der früheren Schlecker-Mitarbeiterinnen hat neue Jobs gefunden. Der große Rest bleibt auf der Suche nach Arbeit. Doch einfach wird das nicht.

Rund 80 Prozent der ehemaligen Schlecker-Beschäftigten sind immer noch arbeitslos. Ein gemeinsamer Solidaritätsfonds der katholischen und der evangelischen Kirche soll nun in Notfällen helfen.

"Es ist nichts mehr da", sagte einst Meike Schlecker. Für die Gläubiger der insolventen Drogeriekette gilt das auf jeden Fall, vor allem für die Bundesagentur für Arbeit.

Was bei Schlecker nicht geklappt hat, geht nun bei der Tochter IhrPlatz: Für die Beschäftigten der insolventen Drogeriekette gibt es eine Transfergesellschaft.

Von der Gewerkschaft Verdi ermuntert, wollen einige Dutzend Ex-Schlecker-Mitarbeiterinnen ihre alten Filialen als Nahversorgungsläden wiedereröffnen. Experten warnen vor zu viel Euphorie über diese Pläne.

Mehr Mode, Facelifting für die Filialen: Der Karstadt-Chef feiert das Erreichte und kündigt weitere Verbesserungen für das Warenhaus an. Da stört freilich der Hinweis auf die baldige Entlassung von bis zu 3.000 Mitarbeitern.

Rund 100 frühere Schlecker-Standorte könnten zu Nahversorgermärkte in kleineren Gemeinden werden. Ein Pilotprojekt in Baden-Württemberg lotet die Erfolgschancen der Dorfläden aus.

Der Vermietungsmarkt für Einzelhandelsimmobilien ist leicht rückläufig. Und es gibt einen immer größere Nachfrage nach Spitzenlagen. Aber auch die Stadtteile werden attraktiver.

Das bewährte Rabattritual bei Schlecker gibt es nun auch in den Märkten von Schlecker XL und IhrPlatz. Alles muss raus, und dafür kann es nicht mehr billig genug sein.

Immer mehr Handelsunternehmen drängt es in die Metropolen. Dort wird es eng. Ein weiterer Trend: Die Mieter suchen weniger Großflächen, hat der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle festgestellt.

Bei der insolventen Schlecker-Tochter IhrPlatz gibt es Streit unter den Arbeitnehmervertretern. Verdi will den Betriebsratsvorsitzenden so schnell wie möglich entmachten.