
Nach Video-Affäre: Verdi fordert mehr Betriebsräte bei Aldi
Die Video-Affäre bei Aldi Süd um angeblich heimlich gefilmte Kundinnen hat nun auch die Gewerkschaft auf den Plan gerufen. Verdi kündigt an, für mehr Betriebsräte beim Discounter zu werben.
Die Zukunft der Warenhäuser und Kaufhäuser: Karstadt, Kaufhof, Galeria und die Transformation großflächiger Handelsformate.
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Die Video-Affäre bei Aldi Süd um angeblich heimlich gefilmte Kundinnen hat nun auch die Gewerkschaft auf den Plan gerufen. Verdi kündigt an, für mehr Betriebsräte beim Discounter zu werben.

Rund 800 arbeitslose Schlecker-Mitarbeiter haben bereits eine neue Stelle gefunden, meldet die Bundesagentur für Arbeit. Unterdessen wurde die tschechische Tochter der insolventen Drogeriekette verkauft.

Hessische Aldi-Filialleiter sollen sich einen Spaß daraus gemacht haben, Kundinnen in kurzen Röcken zu filmen. Noch weniger lustig ist, dass Kameras auch die PIN-Eingabe an der Kasse aufgezeichnet haben sollen.

In der Schlecker-Insolvenzverwaltung dürfte es derzeit laut zugehen. Denn die erst verbreitete Meldung über die Höhe der Abfindung für entlassene Mitarbeiter der Drogeriekette war wohl falsch.

Der Insolvenzverwalter von Schlecker gerät unter Druck. Über die Solidität seiner angeblichen Investoren gibt es erste Zweifel, die Gewerkschaft möchte mehr Einblick in die Verkaufsgespräche haben.

Hunderte ehemalige Schlecker-Beschäftigte haben mittlerweile Klage gegen ihre Kündigung eingereicht. Die Gewerkschaft hält deren Zahl aber für "vergleichsweise gering".

Laut Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" wirft eine Gruppe ehemaliger Schlecker-Führungskräfte der Gewerkschaft Verdi die Manipulation der Betriebsratswahl 2010 vor.

Schöne Theorie, aber von der Praxis weit entfernt - so sieht Verdi die Pläne des Schlecker-Insolvenzverwalters. Die Gewerkschaft erwartet zudem Auskünfte über die Ziele möglicher Investoren.

Nach rund 15 Monaten im Aufsichtsrat des Essener Warenhausunternehmens Karstadt legt nun Ex-Kanzler-Gattin Doris Schröder-Köpf ihren Posten in dem Kontrollgremium nieder.

Eine Milliarde Euro an Investitionen: 2012 werden nach den Planungen der Entwickler in Deutschland mehr Shoppingcenter gebaut als jeweils in den beiden Jahren zuvor.

Verdi will verhindern, dass nur die Beschäftigten Opfer bringen, und immer mehr ehemalige Mitarbeiter klagen gegen ihre Kündigungen. Die Sanierung von Schlecker wird immer komplizierter.