
Amerikaner greifen nach Schlecker
Zwei amerikanische Investoren wollen laut einem Medienbericht Schlecker kaufen - und gehören zu den drei Top-Interessenten im Rennen um die insolvente Drogeriekette.
Die Zukunft der Warenhäuser und Kaufhäuser: Karstadt, Kaufhof, Galeria und die Transformation großflächiger Handelsformate.
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Zwei amerikanische Investoren wollen laut einem Medienbericht Schlecker kaufen - und gehören zu den drei Top-Interessenten im Rennen um die insolvente Drogeriekette.

Der Schlecker-Insolvenzverwalter fordert für die Sanierung der Drogeriekette einen Lohnverzicht der Belegschaft. Die Gewerkschaft Verdi hat bereits dagegen Protest angemeldet.

Die Schlecker-Beschäftigten sollen einen Beitrag zur Sanierung der insolventen Drogeriekette leisten, fordert der Insolvenzverwalter. Verdi schlägt eine Unternehmensbeteiligung vor.

Laut Insolvenzverwalter gibt es drei bis fünf Investoren, die Interesse an der insolventen Drogeriekette Schlecker haben. Auch Meike und Lars Schlecker selbst überlegen, das Unternehmen zurück zu kaufen.

Ob Sofa, Smartphone oder Tablet-PC - immer mehr Anschaffungen werden über Konsumentenkredite finanziert. Die Konsumlust hat aber auch Schattenseiten. Denn immer mehr Verbraucher leben über ihre Verhältnisse.

Nach dem Scheitern einer Transfergesellschaft für Schlecker wird nun erwartet, dass zahlreiche Betroffene Kündigungsschutzklagen einreichen. Das kann mögliche Investoren abschrecken.

Unmittelbar nach dem Scheitern der Gespräche über eine Transfergesellschaft hat Schlecker rund 10.000 Kündigungen herausgeschickt. Der Plan einer Auffanglösung war nach der Absage Bayerns endgültig gescheitert.

Für Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ist jetzt bei Schlecker die Bundesagentur für Arbeit gefragt. Das Ringen um Transfergesellschaften für die Mitarbeiter der insolventen Drogeriekette geht weiter.

Es geht Schlag auf Schlag: Die meisten Bundesländer wollen nicht für Schlecker bürgen. Es gibt nur noch schwache Hoffnung für das Zustandekommen einer Transfergesellschaft.

Was für ein turbulenter Tag für Schlecker: Nun läuft am Amtsgericht Ulm das Insolvenzverfahren - und parallel brodelt unter den Ländern der Streit über die Finanzierung einer Transfergesellschaft.

Das Amtsgericht Ulm wollte nicht länger auf ein Ergebnis zu den Transfergesellschaften warten und hat das Insolvenzverfahren für Schlecker heute eröffnet.