
PwC-Gutachten bringt Schlecker in Bedrängnis
Das Papier ist 37 Seiten stark und gibt dem Fortbestehen von Schlecker wenig Chancen: Der Insolvenzverwalter des Unternehmens versucht, den Inhalt des PwC-Gutachtens zu relativieren.
Die Zukunft der Warenhäuser und Kaufhäuser: Karstadt, Kaufhof, Galeria und die Transformation großflächiger Handelsformate.
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Das Papier ist 37 Seiten stark und gibt dem Fortbestehen von Schlecker wenig Chancen: Der Insolvenzverwalter des Unternehmens versucht, den Inhalt des PwC-Gutachtens zu relativieren.

Dieses Gutachten hat es in sich. Im Prinzip heißt nämlich das Fazit: Für Schlecker sieht es es düster aus. Hoffnung gibt es dagegen für die Mitarbeiter, die entlassen werden sollen.

Das Ringen um die Transfergesellschaft für entlassene Schlecker-Beschäftigte geht weiter, 11.000 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft. Verdi fordert eine Lösung, selbst wenn diese befristet wäre.

Die Zeit drängt - aber die "Schleckerfrauen" haben immer noch keine Gewissheit, ob sie nach dem Jobverlust von einer Transfergesellschaft aufgefangen werden. Baden-Württemberg ist weiter das aktivste Bundesland.

In den Verhandlungen für die Finanzierung einer Transfergesellschaft für Schlecker bewegen sich die Bundesländer voran - aber in ganz kleinen Schritten. Baden-Württemberg hat einen mutigen Vorschlag gemacht.

Während die "Schleckerfrauen" um ihre Existenzen kämpfen, fährt ihr alter Chef mit dem Porsche vor. Anton Schlecker und seine Familie haben trotz Firmenpleite ein gutes Auskommen, heißt es in einem Medienbericht.

Am Donnerstag wird sich entscheiden, ob die entlassenen Mitarbeiter der Drogeriemarktkette Schlecker in einer Transfergesellschaft aufgefangen werden. Vertreter der Bundesländer wollen erneut über die notwendige Bürgschaft beraten.

Bei Schlecker werden Fakten geschaffen. Erst die Liste mit den Läden, die geschlossen werden. Jetzt die Liste mit den Mitarbeitern, die gehen müssen.

Für die "Schlecker-Frauen" ist das eine gute Nachricht: Es gibt neue Hoffnung, dass der angeschlagene Drogeriefilialist auf staatliche Hilfe bauen kann. Freilich ist dafür noch einiges zu tun.

An diesem Montag beraten die Bundesländer, ob sie die Forderung von Wirtschaftsminister Rösler erfüllen können: Für einen Staatskredit für Schlecker sollen sie die volle Haftung übernehmen.

Schlecker darf weiter auf Staatsgelder hoffen: Die betroffenen Bundesländer und der Bund loten eine Lösung zur Finanzierung der Transfergesellschaft für entlassene Mitarbeiter aus.