
Weniger Unternehmen pleite
Immer weniger Unternehmen in Deutschland melden Insolvenz an. In diesem Jahr dürfte sich der Trend fortsetzen. Doch das könnte bald vorbei sein.
Die Zukunft der Warenhäuser und Kaufhäuser: Karstadt, Kaufhof, Galeria und die Transformation großflächiger Handelsformate.
1.156 Beiträge

Immer weniger Unternehmen in Deutschland melden Insolvenz an. In diesem Jahr dürfte sich der Trend fortsetzen. Doch das könnte bald vorbei sein.

"Geiz ist geil" gilt nicht mehr. Der Mehrheit der Deutschen ist Qualität inzwischen beim alltäglichen Einkauf wichtiger als der Preis. Das bekommen vor allem die Discounter zu spüren.

An bis zu 1.000 Aral-Tankstellen sollen in den kommenden Jahren Shops unter dem Namen Rewe ToGo eröffnet werden. Denn mit Sprit und Autowäsche verdienen Tankstellenpächter immer weniger.

"Wir hätten Kik gerne in jedem europäischen Kleiderschrank", sagt Unternehmenschef Zahn. Also drängt es den Textildiscounter in die internationalen Märkte, sogar nach Übersee. Auch für Deutschland ist Flächenwachstum vorgesehen.

Die Umstrukturierung von Karstadt trifft auch das Management. Der bisherige Chef der Sporthäuser verlässt das Unternehmen. Ein Nachfolger, der die ambitionierten Wachstumsziele umsetzen soll, wird gesucht.

Die Rekordbeschäftigung und die stabile Konjunktur sorgen dafür, dass die Zahl der Privatpleiten so niedrig ist wie lange nicht mehr. Auch die Unternehmensinsolvenzen gehen zurück.

So kann man auch die Karstadt-Filialen retten: neue Investoren übernehmen die Immobilien und machen daraus schönere Häuser, vielleicht auch mit günstigeren Mieten. Von so einem Prozess profitiert nun der Standort Neumünster.

Das KaDeWe in Berlin befolgt eine EU-Verordnung und nimmt Produkte aus israelischen Siedlungen aus dem Sortiment. Auf den Protest folgt rasch eine Entschuldigung von dem Kaufhaus.

Die neuen Wettbewerber aus dem Internet haben durchaus ihre Vorzüge: Stationäre Händler können die Multichannelkarte ausspielen und verschönern ihre Läden, zeigt eine Studie des EHI.

In knapp drei Jahren wagt sich auch Lidl auf den nordamerikanischen Markt - und hat dort viel vor. Auch in Europa möchte der Discounter expandieren. Zudem will sich das Unternehmen erneuern - nicht nur mit schickeren Filialen.

Das ist mal ein Wort: René Benko strebt Milliarden-Umsätze im deutschen Einzelhandel an. Von einem Verkauf von Karstadt könne nicht die Rede sein, sagt Unternehmenschef Fanderl.

Macy’s ist nicht nur der größte Warenhausbetreiber in den USA. In den vergangenen Jahren hat es das Unternehmen auch immer geschafft, mit originellen Ideen und Zusatzleistungen im mobilen Commerce aufzufallen. So auch mit einer Verbindung zwischen App und POS.