
"Sonst geht Karstadt den Bach runter"
Die meisten Städte sind hoch verschuldet. Nun wurden sie vom Karstadt-Insolvenzverwalter gebeten, auf Gewerbesteuern der örtlichen Karstadt-Filialen zu verzichten. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.
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Die meisten Städte sind hoch verschuldet. Nun wurden sie vom Karstadt-Insolvenzverwalter gebeten, auf Gewerbesteuern der örtlichen Karstadt-Filialen zu verzichten. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.

Das insolvente Kaufhausunternehmen Woolworth sieht Licht am Ende des Tunnels: Die Fortführung des Unternehmens sei so gut wie sicher, sagt der Insolvenzverwalter.

Karstadt verkauft das Tafelsilber: Die Kunstwerke des Unternehmens sollen Millionen in die Kasse der insolventen Warenhauskette spülen.

Die "Arbeit ist noch nicht getan", betont der Vater des Insolvenzplan von Karstadt auf der heutigen Gläubigerversammlung. Die Restrukturierungsarbeit habe das Warenhausunternehmen noch vor sich.

Der Weg für den Einstieg eines Investors bei Karstadt ist frei: Die Gläubigerversammlung stimmte dem Insolvenzplan am heutigen Montag zu. Interessenten sollen ihr Gebot bis zum 23. April abgeben.

Nach dem Gläubigertreffen steht fest: Der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg pokert im Fall Karstadt hoch. Für Mitarbeiter, Vermieter und Lieferanten steht viel auf dem Spiel.

Die Karstadt-Insolvenz wird die deutschen Steuerzahler laut einem Medienbericht rund 650 Millionen Euro kosten. Bis zu 1.000 Gläubiger werden an diesem Montag in Essen erwartet.

In Wiesbaden entsteht für 4,5 Millionen Euro ein neues Opel-Autohaus mit Vorbildfunktion. Da kam sogar der neue Konzernchef Nick Reilly zum ersten Spatentisch.

Der ehemalige Arcandor-Chef Thomas Middelhoff kassierte für einen Beratervertrag mehr als zehn Millionen Euro von Sal. Oppenheim. Die Privatbank musste nach der Insolvenz des Konzerns verkauft werden.

Der Otto-Versand hat die Rechte an der einstigen Quelle-Marke Privileg an den amerikanischen Hersteller von Haushaltsgeräten Whirlpool verkauft.

Noch ein Schicksalstag für Karstadt: Am 12. April sollen die Gläubiger grünes Licht für den Insolvenzplan geben. Sonst gerät der Verkauf der insolventen Kaufhauskette ins Stocken.