
Highstreet macht bei Bieterpoker für Karstadt mit
Laut einem Medienbericht will das Konsortium Highstreet, Besitzer der Immobilien von 86 Karstadt-Filialen, den Warenhausbetreiber vollständig übernehmen. Auch Metro zeigt Interesse.
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Laut einem Medienbericht will das Konsortium Highstreet, Besitzer der Immobilien von 86 Karstadt-Filialen, den Warenhausbetreiber vollständig übernehmen. Auch Metro zeigt Interesse.

Der Investor Nicolas Berggruen betont sein Interesse an der Übernahme von Karstadt: Er wolle nicht das schnelle Geld machen, sondern die insolvente Warenhauskette retten.

Knapp eine Woche vor Ablauf der Frist tritt ein zweiter möglicher Karstadt-Käufer auf die Bühne. Nicolas Berggruen hat sein Angebot abgegeben. Der Berliner Privatinvestor hat Großes vor - und will Jobs retten.

Lange wehrte sich Duisburg gegen einen Verzicht der Karstadt-Gewerbesteuer. Heute kam die Wende. In Bonn gestaltet sich die Lage etwas komplizierter.

Es ist immer fraglicher, ob Triton noch Interesse an Karstadt besitzt. Derzeit werde das Investment "überprüft". Verdi bezweifelt mittlerweile, ob der Investor das Warenhaus überhaupt weiterführen will.

Nach und nach entscheiden sich auch die letzten Städte, für den Erhalt von Karstadt auf die Gewerbesteuer zu verzichten. Nun votierte der Leipziger Stadtrat dafür.

Triton ist nicht der einzige potenzielle Kaufinteressent für Karstadt. Derzeit prüfen zwei weitere mögliche Investoren die Bücher des Warenhauses. Einer davon dürfte Goldman Sachs sein.

Die Gewerkschaft Verdi ist sauer - und weist Forderungen des potenziellen Karstadt-Investors Triton nach weiteren Zugeständnissen der Arbeitnehmer zurück.

Mainz und Göttingen machen mit, Dresden und Duisburg müssen sich noch entscheiden: Der Streit um den Steuererlass für Karstadt geht weiter.

Der Finanzinvestor Triton setzt die Karstadt-Beschäftigten mit einer Ausstiegsdrohung unter Druck. Unterdessen will eine weitere Stadt dem insolventen Warenhauskonzern die Gewerbesteuer erlassen.

Viel Glas und noch mehr Einkaufserlebnis: Das Karstadt-Sporthaus in Stuttgart ist erweitert und modernisiert worden. Angesichts dieser schönen, neuen Welt ist die Insolvenz des Warenhauses weit weg.

Während der Bieterpoker um Karstadt weitergeht, machen sich die Mitarbeiter überall in der Republik Sorgen um ihre Arbeitsplätze. Die Gewerkschaft Verdi geht davon aus, dass das Personal weitere Abstriche machen muss.