
Karstadt-Investor erhöht den Druck
Sollten sich 15 Kommunen weigern, auf Gewerbesteuern von Karstadt zu verzichten, platzt der Insolvenzplan. Der Investor Triton wird dann keinen Kaufvertrag unterschreiben, sagte ein Sprecher zu derhandel.de.
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Sollten sich 15 Kommunen weigern, auf Gewerbesteuern von Karstadt zu verzichten, platzt der Insolvenzplan. Der Investor Triton wird dann keinen Kaufvertrag unterschreiben, sagte ein Sprecher zu derhandel.de.

Rund 100 Karstadt-Beschäftigte sind heute in Duisburg auf die Straße gegangen. Sie fordern von den Kommunen, dass sie auf ihre Steuerforderungen verzichten - damit der Konzern überleben kann.

Das Bangen um die Zukunft von Karstadt geht weiter: Duisburg weigert sich, auf Steuerforderungen gegenüber dem Warenhaus zu verzichten. Auch andere Kommunen haben sich noch nicht entschieden.

Der freiwillige Steuerverzicht der Kommunen zur Rettung von Karstadt stößt weiter auf Kritik. In vielen Gemeinden ist die Lage noch unklar. Die Frist läuft allerdings in zwei Wochen ab.

Erst 80 von 94 Kommunen mit Karstadt-Filialen haben einem Steuerverzicht für den Warenhausbetreiber zugestimmt. Dadurch könnte der Insolvenzplan in Gefahr geraten.

Der Einkaufscenter-Betreiber Deutsche EuroShop möchte weitere Shoppingcenter kaufen. In Warenhäuser wie Karstadt würde das Unternehmen allerdings nicht investieren.

Bisher gilt Triton als einziger Kaufinteressent von Karstadt. Doch ein weiterer Investor für das insolvente Warenhaus soll sich gemeldet haben. Auch der Betriebsrat war aktiv.

Hinter Karstadt liegt eine turbulente Woche: Der Investor Triton will das Warenhaus kaufen, verlangt aber Zugeständnisse. derhandel.de vergleicht die Offerte mit dem Insolvenzplan, der der Redaktion vorliegt.

Die Hoffnung auf das Fortbestehen von Karstadt wächst. Der Gläubigerausschuss hat die Verkaufsfrist verlängert. Verdi sieht ein ernsthaftes Kaufinteresse bei Triton - und will bald mit dem Investor weiterverhandeln.

Eine gute Idee ist geplatzt. Der frühere Arcandor-Chef Eick wollte Millionen Euro an notleidende Mitarbeiter stiften. Daraus wird nun nichts. Stattdessen profiteren drei andere Stiftungen.

Heute trafen der potenzielle Karstadt-Käufer Triton und Verdi erstmals aufeinander. Ohne Ergebnis. Stattdessen ist der Sanierungsplan des Investors bekannt geworden: Triton will Personal abbauen, aber auch in Mitarbeiter investieren.

So langsam spüren die Karstadt-Mitarbeiter, was mit Triton auf sie zukommt. Der Investor hat der Belegschaft per Brief mitgeteilt, was er vom Unternehmen hält. Scharfe Kritik kommt vom Karstadt-Betriebsrat.