
Staatshilfe für Schlecker?
Das Land Baden-Württemberg stellt potenziellen Investoren der insolventen Drogeriekette Schlecker eine Staatsbürgschaft in Aussicht. Hilfskredite soll es aber nicht geben.
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Das Land Baden-Württemberg stellt potenziellen Investoren der insolventen Drogeriekette Schlecker eine Staatsbürgschaft in Aussicht. Hilfskredite soll es aber nicht geben.

Für die Schlecker-Mitarbeiter sind die Lohnzahlungen für ein paar Wochen gesichert. Unklarer ist die Zukunft der Drogeriekette. Konkurrent Rossmann ist weiter zurückhaltend bei seinen Kaufabsichten.

Die insolvente Drogeriekette Schlecker kann heute den Regelbetrieb wieder aufnehmen: Das Unternehmen hat in der Nacht eine Einigung mit dem wichtigsten Gläubiger erreicht.

Auch die Schlecker-Tochter IhrPlatz geht in die Insolvenz. Sie reichte beim Amtsgericht Ulm einen entsprechenden Antrag ein, sagte ein Schlecker-Sprecher.

Sieben Jahre nach der ersten Insolvenz von IhrPlatz steht nun der nächste Überlebenskampf an. Ein ehemaliger Manager räumt der Schlecker-Tochter gegenüber derhandel.de aber gute Marktchanchen ein.

Die Gewerkschaft Verdi fordert schnelle Gespräche über die Jobs bei Schlecker, doch der Insolvenzverwalter bittet um Geduld. Derweil verhängen erste Hersteller einen Lieferstopp für die Drogeriekette.

Die PR-Strategie von Schlecker lautet: Wir tun alles, damit der Kunde weiter bei uns einkauft. Unklar ist freilich, woher das Geld für das Fortbestehen des Unternehmens kommen soll. Heute finden erste Gespräche mit Lieferanten statt.

Die Drogeriekette Schlecker hat am Montagmorgen Planinsolvenz beim Amtsgericht Ulm beantragt. Derweil zeigt sich Wettbewerber Rossmann kaum an der Übernahme von Filialen interessiert.

Schlecker hat nun offiziell die Planinsolvenz beantragt. Viele Fragen zur Zukunft des Drogerieriesen bleiben offen: Tragen die Gläubiger das Sanierungskonzept mit? Und: Werden Tarifverträge gekündigt?

Das Auslandsgeschäft der Drogeriekette Schlecker ist von deren Insolvenz nicht betroffen. Auch die Tochter IhrPlatz ist laut Unternehmen außen vor. Derweil steht der vorläufige Insolvenzverwalter fest.

Schlechtes Image, zu niedrige Umsätze pro Filiale, starke Wettbewerber: Für Handelsexperten ist es um die Zukunft von Schlecker schlecht bestellt. Ob es gelingt, das Unternehmen als Ganzes zu retten, bleibt fraglich.

Für Wettbewerber Dirk Roßmann ist die Schlecker-Insolvenz "eine Katastrophe für Mitarbeiter und Inhaberfamilie", sie war aber absehbar. Verdi nimmt den Schlecker-Eigentümer beim Kampf um die Jobs in die Pflicht.