
Duisburg denkt um beim Gewerbe-Steuererlass für Karstadt
Lange wehrte sich Duisburg gegen einen Verzicht der Karstadt-Gewerbesteuer. Heute kam die Wende. In Bonn gestaltet sich die Lage etwas komplizierter.
Die Zukunft der Warenhäuser und Kaufhäuser: Karstadt, Kaufhof, Galeria und die Transformation großflächiger Handelsformate.
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Lange wehrte sich Duisburg gegen einen Verzicht der Karstadt-Gewerbesteuer. Heute kam die Wende. In Bonn gestaltet sich die Lage etwas komplizierter.

Es ist immer fraglicher, ob Triton noch Interesse an Karstadt besitzt. Derzeit werde das Investment "überprüft". Verdi bezweifelt mittlerweile, ob der Investor das Warenhaus überhaupt weiterführen will.

Nach und nach entscheiden sich auch die letzten Städte, für den Erhalt von Karstadt auf die Gewerbesteuer zu verzichten. Nun votierte der Leipziger Stadtrat dafür.

Triton ist nicht der einzige potenzielle Kaufinteressent für Karstadt. Derzeit prüfen zwei weitere mögliche Investoren die Bücher des Warenhauses. Einer davon dürfte Goldman Sachs sein.

Die Gewerkschaft Verdi ist sauer - und weist Forderungen des potenziellen Karstadt-Investors Triton nach weiteren Zugeständnissen der Arbeitnehmer zurück.

Mainz und Göttingen machen mit, Dresden und Duisburg müssen sich noch entscheiden: Der Streit um den Steuererlass für Karstadt geht weiter.

Der Nonfood-Discounter Mäc Geiz hat wegen Finanzierungsproblemen Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter ist optimistisch und will möglichst viele der 1.600 Arbeitsplätze retten.

Viel Glas und noch mehr Einkaufserlebnis: Das Karstadt-Sporthaus in Stuttgart ist erweitert und modernisiert worden. Angesichts dieser schönen, neuen Welt ist die Insolvenz des Warenhauses weit weg.

Während der Bieterpoker um Karstadt weitergeht, machen sich die Mitarbeiter überall in der Republik Sorgen um ihre Arbeitsplätze. Die Gewerkschaft Verdi geht davon aus, dass das Personal weitere Abstriche machen muss.

Sollten sich 15 Kommunen weigern, auf Gewerbesteuern von Karstadt zu verzichten, platzt der Insolvenzplan. Der Investor Triton wird dann keinen Kaufvertrag unterschreiben, sagte ein Sprecher zu derhandel.de.

Das Bangen um die Zukunft von Karstadt geht weiter: Duisburg weigert sich, auf Steuerforderungen gegenüber dem Warenhaus zu verzichten. Auch andere Kommunen haben sich noch nicht entschieden.