
Fairtrade-Produkte fehlen oft in deutschen Regalen
Nachholbedarf: Nur wenige deutsche Händler sind derzeit bereit, fair gehandelte Produkte breiter in ihr Angebot aufzunehmen, kritisiert die Siegelorganisation TransFair.

Nachholbedarf: Nur wenige deutsche Händler sind derzeit bereit, fair gehandelte Produkte breiter in ihr Angebot aufzunehmen, kritisiert die Siegelorganisation TransFair.

Die Faire Woche ist angelaufen: Mehr als 1.400 Veranstaltungen, darunter zahlreiche Verkostungen im Markt, sollen Lust auf Fairtrade-Produkte machen. In zwei Wochen trifft sich die Branche in Berlin auf der Fairtrade-Konferenz.

In etwa einem Monat treffen sich Händler, Lizenznehmer und Produzenten auf der Internationalen Fairtrade-Konferenz in Berlin. Auch die grüne Spitzenpolitikerin Renate Künast tritt dort als Referentin auf.

Die staatliche Förderbank KfW bietet ab sofort Umwelt- und Energie-Effizienzprogramme speziell für Einzelhändler. Zinsverbilligte Darlehen sollen umweltfreundliche Investitionen fördern.

Der Hauptzulieferant von Apple-Produkten Foxconn gerät in den Fokus einer Kampagne, die sich für fair produzierte IT einsetzt. Der Arbeitsdruck bei dem chinesischen Hersteller habe wiederholt zu Selbstmorden geführt.

Weltweit greifen Verbraucher immer mehr zu fair gehandelten Produkten wie Kaffee, Kakao oder Säften. Auch die Zahl der Markenhersteller, die auf faire Produktionsbedingungen setzen, wächst.

Der Fleischverarbeiter Westfleisch veröffentlicht erstmals den Kohlendioxid-Verbrauch für seine gesamte Schweinefleischproduktion. In den nächsten Jahren sollen die Werte für Kalbs- und Rindfleisch folgen.

Vor 35 Jahren wurde die Organisation Gepa gegründet. Die Pioniere des Fairen Handels konnten auch im vergangenen Geschäftsjahr leicht zulegen. Hauptumsatzträger ist nach wie vor fairer Kaffee.

Der Umsatz mit fair gehandelten Produkten legte 2009 um 26 Prozent zu und stieg damit zum sechsten Mal in Folge. Auch 2010 rechnet die Fairtrade-Organisation mit Zuwächsen.

Mit dem Label "Pro Planet" möchte der Lebensmittelhändler Rewe konventionell hergestellte Produkte kennzeichnen, die die Umwelt weniger belasten.

Pionierleistung: Der Modehändler Adler verkauft nun in allen Filialen T-Shirts und Polo-Shirts aus fairgehandelter Baumwolle.