
Karstadt-Vermieter lädt zu Gläubigertreffen ein
Anfang September wollen die Gläubiger des Karstadt-Vermieters Highstreet über die strittigen Mietsenkungen abstimmen. Das Bankenkonsortium will sich eine Hintertür offen lassen.
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Anfang September wollen die Gläubiger des Karstadt-Vermieters Highstreet über die strittigen Mietsenkungen abstimmen. Das Bankenkonsortium will sich eine Hintertür offen lassen.

Das Ringen um die Zukunft von Karstadt ist ein zäher Prozess, der vor über einem Jahr begonnen hat. Eine Chronologie der Ereignisse.

Karstadt-Rettung, die Vierte: Das Essener Amtsgericht verschob heute abermals die Frist, um die Wirksamkeit des Insolvenzplanes zu bestätigen. Alle Verhandlungspartner haben nochmal gut drei Wochen Zeit bekommen.

Selbst das Essener Amtsgericht stöhnt mittlerweile unter der Last des Karstadt-Verfahrens. Drei Richter kümmern sich um das insolvente Warenhaus - wie lange noch, weiß niemand. Aber das Gericht mahnt bereits.

Wieder ist eine Frist verstrichen. Sonntagnacht hätte ein entscheidender Schritt in Richtung Karstadt-Zukunft vollzogen werden. Vergeblich. Ob das Essener Amtsgericht am Dienstag den Kaufvertrag besiegelt, ist höchst fraglich.

Eckhard Cordes hat sich abermals für eine Warenhaus AG ausgesprochen. Der Metro-Chef denkt bei einer Allianz von Kaufhäusern sogar über die deutschen Grenzen hinaus.

Fristen, Bedingungen, Mietverhandlungen: Die Zukunft von Karstadt ist weiterhin unklar - aber der September ist ein wichtiger Monat für das Warenhaus. Ein Überblick über den Stand der Dinge.

Im Ringen um die Zukunft von Karstadt gelten keine Fristen mehr. Dieses Wochenende sollte eigentlich die Entscheidung über die Zukunft des Warenhauses bringen - aber daraus wird wohl auch nichts.

Die Gewerkschaft Verdi stuft das Kaufangebot von Maurizio Borletti für die Karstadt-Warenhäuser als unseriös ein. Der italienische Unternehmer sei nicht so erfolgreich, wie er angibt.

Ein Jahr nach der Hertie-Pleite stehen die meisten Häuser immer noch leer. Der Insolvenzverwalter verhandelt derweil mit Käufern der Namensrechte.

Er wurde schon als Retter von Karstadt gefeiert. Doch ob Nicolas Berggruen zum Zuge kommt, ist fraglicher denn je. Weil der Investor wohl eine Frist nicht einhalten kann, steigen die Chancen des Bieters Borletti.

Seit zwei Tagen ist Maurizio Borletti auch offizieller Interessent für Karstadt. Der Italiener will das Warenhaus feiner machen, keine weiteren Mitarbeiter entlassen - und erst einmal die Anleger enttäuschen.