
Bio aus der Ferne: Billig für Verbraucher, teuer für die Umwelt
Ein Großteil der Bio-Produkte kommt mittlerweile aus dem Ausland - dort ist die Produktion häufig günstiger als hierzulande. Der heimische Anbau dagegen droht zu stagnieren.
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Ein Großteil der Bio-Produkte kommt mittlerweile aus dem Ausland - dort ist die Produktion häufig günstiger als hierzulande. Der heimische Anbau dagegen droht zu stagnieren.

Billiger geht immer: Am vergangenen Samstag hat Aldi-Süd die Preise für Eier, Instant-Kaffee und -Tee gesenkt. Weitere Discounter ziehen nach.

Bei Peiserhöhungen greifen Kunden nicht selten zu einem anderen Produkt. Statt mit offenen Karten zu spielen, drehen viele Hersteller daher lieber an der Verpackungsgröße.

Bis zu 5 Prozent des Lebensmittelhandels werden bis 2020 im Web stattfinden. Das sagt eine Prognose von McKinsey. Bislang aber unternehmen die stationären Lebensmittel-Riesen alles, um diesen Prozess weiter zu verzögern. E-Food ist in Deutschland bei Top-Playern wie Rewe und Tengelmann eine Folge von Pleiten und Pannen.

Mit einem gezielten Tabubruch sorgt der größte deutsche Lebensmittelhändler für Diskussionsstoff: Der Hamburger Konzern wirbt mit Kiffern im Supermarkt. Der Spot wird zum Youtube-Hit.

Zum 56. Mal ehrt die "Lebensmittel Zeitung" mit der Auszeichnung "Goldener Zuckerhut" herausragende Unternehmen und Persönlichkeiten der Konsumgüterbranche.

Nach den Azubi-Misshandlungsvorwürfen in Mahlberg hat Aldi Süd einen Ombudsmann eingeführt. Außerdem setzt der Discounter auf eine neue Führungsriege.

Am besten ohne Teller und Besteck: Viele Deutsche essen unterwegs und in Eile. Die Ernährungsindustrie stellt sich mit immer neuen verzehrfertigen Produkten darauf ein.

LeShop: Der E-Food Anbieter aus der Schweiz galt immer als ein Vorzeige-Modell für den Lebensmittel-Onlinehandel. Als die Migros-Tochter in den Sommermonaten ein wenig unter den Wachstumserwartungen blieb, sahen sich Skeptiker des E-Food-Wachstums bereits bestätigt. Nun geht es wieder aufwärts. LeShop.ch steigerte den Umsatz in den ersten drei Quartalen um 7% gegenüber dem Vorjahr. Jede dritte Bestellung erfolgt inzwischen mobil. Der Warenkorb bei der Heimlieferung liegt bei knapp 250 Franken...

Lieber frischer, lieber aus ethischer Herstellung, lieber weniger Vorrat. Bei Lebensmitteln haben die Kunden neue Qualitätskriterien, hat die GfK festgestellt.

Gab es früher Kunden, die beim Lebensmitteleinkauf die Welt retten wollten, regiert heute Pragmatismus. Ethisch soll es sein, aber nicht ohne Qualität.