
Amazon: Umsatz rauf, Aktienkurs runter
Das Jahr 2010 lief dank Weihnachten und E-Book-Reader Kindle richtig gut für Amazon. Die Börsianer nörgeln trotzdem und lassen den Aktienkurs des weltgrößten Onlinehändlers zeitweise um 10 Prozent einbrechen.
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Das Jahr 2010 lief dank Weihnachten und E-Book-Reader Kindle richtig gut für Amazon. Die Börsianer nörgeln trotzdem und lassen den Aktienkurs des weltgrößten Onlinehändlers zeitweise um 10 Prozent einbrechen.

Es gibt kaum eine Handelsbranche, die nicht unter dem schlechten Wetter im Dezember zu leiden hatte. Auch der Buchhandel musste herbe Einbußen hinnehmen. Das drückte sich negativ auf die Jahresbilanz aus.

Das Weihnachtsgeschäft war für den Onlinehandel ein großer Erfolg. Experten sagen der Branche eine rosige Zukunft voraus. Für Händler heißt die Herausforderung Verknüpfung von stationärem und virtuellem Geschäft.

Mehr Jobs plus höhere Löhne ist gleich steigende Kauflaune bei den Verbrauchern. Nach dem fulminanten Weihnachtsgeschäft blickt die Einzelhandelsbranche deswegen optimisch ins Jahr 2011.

Die Deutschen leisten sich auch in diesem Jahr mehr echten Schampus: Allein von Januar bis Oktober stieg der Absatz des edlen Schaumweins um 30 Prozent.

Deutsche Konsumenten sind recht taktvoll: Jeder Dritte tauscht ein ungeliebtes Geschenk um, aber viele behalten es auch oder verschenken es weiter.

Der Einzelhandel zieht eine äußerst positive Vorweihnachts-Bilanz: Millionen Geschenkjäger drängten sich durch die Innenstädte, füllten Online-Warenkörbe und kauften Gutscheine. Lange Gesichter gab es dagegen auf den Weihnachtsmärkten.

Von wegen teurer: Größer als sonst sind die Weihnachtsbäume in diesem Jahr. Kurz vor dem Fest haben die Deutschen ihre Bäume gekauft, und zwar genauso viele wie im Vorjahr, bei stabilen Preisen. Das ärgert den Fachhandel.

Der deutsche Einzelhandel erlebt das "beste Weihnachtsgeschäft seit Jahren", wie der Handelsverband HDE es formuliert. Eis und Schnee konnten die Kauflust der Verbraucher nicht bremsen.

Auch in diesem Jahr liegen wieder Großbildfernseher auf deutschen Gabentischen. Hochauflösende Bilder sind inzwischen Standard, und jedes achte Gerät liefert Bilder in 3D.

Diese Woche soll es richtig brummen, hoffen die Buchhändler. Denn in diesem Jahr warten viele Deutschen offenbar bis zur letzten Minute mit dem Buchkauf. Ken Folletts neuer Roman ist unterdessen der Kassenschlager.

6.000 Saisonarbeiter schuften derzeit bei Amazon, um das Weihnachtsgeschäft zu bewältigen. Das spezielle Lagersystem sorgt zwar für schnelles Verteilen der Waren auf die Laster. Doch wegen des Wetters stockt die Lieferung an die Kunden.