
Madeleine Schickedanz steht vor Totalverlust
Die Arcandor-Aktien von Madeleine Schickedanz sind Millionen wert. Doch die Quelle-Erbin muss dieses Geld abschreiben. Die Anteilseigener werden bei der Arcandor-Zerschlagung wohl leer ausgehen.
Paketdienste, Versandlogistik, Zustellung und die Herausforderungen der letzten Meile. DHL, Hermes, DPD und weitere Dienstleister.
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Die Arcandor-Aktien von Madeleine Schickedanz sind Millionen wert. Doch die Quelle-Erbin muss dieses Geld abschreiben. Die Anteilseigener werden bei der Arcandor-Zerschlagung wohl leer ausgehen.

Guter Willen, guter Weg und eine Einigung: Die Verhandlungspartner um eine Transfergesellschaft für Quelle demonstrieren Geschlossenheit. Fraglich ist nur, wie dieses Projekt finanziert werden soll.

Für Arcandor gibt es keine Zukunft. Bei Primondo sollen ein Drittel der Jobs wegfallen. Bei Karstadt stehen 19 Häuser auf dem Prüfstand, so der Insolvenzverwalter.

Der Suchmaschinenriese Google hat mit der Ankündigung eines eigenen Betriebssystems Mitte vergangener Woche für Aufsehen gesorgt und gleichzeitig die Usergemeinde in zwei Lager geteilt.

Aufatmen bei Quelle: Die Druckereien setzen ihre Arbeiten für den neuen Katalog des Versandhauses fort. Die Maschinen hatten seit Anfang Juli stillgestanden.

Der Massekredit über 50 Millionen Euro für das zahlungsunfähige Versandhaus Quelle kann fließen: Die Verträge sind unterzeichnet. Und die ersten Millionen sind bereits angekommen.

Flaute bei Quelle: Die Bestellungen beim insolventen Versandhändler sind im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 50 Prozent eingebrochen.

Seit Mittwoch stehen die Druckmaschinen still. Es ist immer noch nicht klar, ob der Quelle-Katalog weitergedruckt wird. Auch ein Appell vom Arcandor-Insolvenzverwalter war bisher ergebnislos.

Das Hickhack beim Druck des Quelle-Katalogs geht weiter. Die Druckereien befürchten, dass der insolvente Versender nicht zahlen wird - und haben die Maschinen angehalten.

Quelle rutscht tiefer in die Krise. Die Katalog-Druckereien streiken, die Banken auch und die Deutschen lehnen den Massekredit ab. Trotzdem versucht der Versender, positive Stimmung zu machen.

Der Innenausschuss des Bundestages hat sich auf eine Änderung des Datenschutzgesetzes geeinigt. Der Versandhandel begrüßt den Kompromiss, fürchtet aber erhöhten Aufwand.