
Neue Lieferhelden braucht das Land
Die Logistikwelt ändert sich rasant. Was auf die Handelsbranche zukommt, ist noch unklar. Sicher ist nur, dass neue Mobilitätslösungen den Markt verändern.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

Die Logistikwelt ändert sich rasant. Was auf die Handelsbranche zukommt, ist noch unklar. Sicher ist nur, dass neue Mobilitätslösungen den Markt verändern.

Ein Onlinehändler mehr auf dem lukrativen Matratzenmarkt. Auch noch aus Österreich. Hongi heißt das Unternehmen von Peter Leyhr. Er will in den Premiummarkt eindringen und bietet dafür ein spezielles Produkt, das auch die Retourenquote klein halten soll.

Eine Premierenbestellung bei Amazon Fresh ist eine Entdeckungsreise. Der Kunde ist verblüfft, wie einfach alles gehen kann - und auch noch so billig. Trotzdem: Ein guter deutscher Konsument weiß selbstverständlich, dass auch das Gute noch besser gehen kann.

Amazon Fresh ist live. Zwar nur in Berlin und Potsdam, aber das ist erst der Anfang. Der Handelsexperte Stephan Rüschen sagt, warum der Lebensmittelbringdienst der Konkurrenz überlegen ist, was sich bei Amazon noch ändern wird - und wie die Branche durcheinandergewirbelt wird.

Die Traditionsunternehmen Praktiker und Hertie existieren eigentlich nicht mehr. Vier pfiffige Internethändler sorgen aber dafür, dass beide Marken weiterleben – als Onlineportale.

Anna Alex bietet mit Outfittery kuratiertes Onlineshopping für modebewusste Männer, die keine Lust auf Einkaufen haben. Bei Etailment redet die Gründerin über Warenflut in den Modeläden, warum sie keine Rabatte gibt - und wann sie zuletzt vor vielen Männern weiche Knie bekommen hat.

Unternehmen im E-Commerce müssen heute viel bieten, um gute Fachleute nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Die Digitalisierung der Wirtschaft verlangt in allen Branchen Menschen, die sich damit auskennen. Es ist aber nicht damit getan, Programmierer oder Analytiker mit viel Geld zuzuschütten.

Technische Gimmicks wie WLAN in stationären Läden sind sinnlos. Stattdessen sollen Geschäfte und Onlineshops Geschichten erzählen und in der Überflussgesellschaft für Orientierung und Verführung sorgen. Denn hier haben selbst Onlinegiganten Nachholbedarf.

Eine Welt ohne Verkäufer verspricht uns eine Studie für 2030. Die Zukunft hält aber noch andere Überraschungen für die Handelswelt parat.

Verbundgruppen kommen beim Thema Onlinehandel an ihre Gestaltungsgrenzen und suchen eigene Modelle. Wie jetzt bei Intersport. Auch die Branchenkollegen werkeln herum, ein Blick auf die Portale verrät Handlungsbedarf.

Der Spielwarenhandel erlebt gute Zeiten, denn in Deutschland gibt es einen Babyboom. Und die Kinder brauchen Spielzeug. Die Branche entwickelt sich immer mehr zu einem Onlinegeschäft. Davon profitiert vor allem ein Hersteller.

Optikhandel darf nur stationär denken? Von wegen. Jörg Ehmer verordnet als Chef von Apollo dem Unternehmen eine neue Kultur: Deutschlands zweitgrößter Brillenhändler soll in den Omnichannelhandel transformiert werden. Dazu gehört auch viel mehr Kundenkommunikation, die Ehmer als Blogger vorlebt.